Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

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Von Istanbul in Richtung Balkan

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Am Sonntagmorgen gegen 10.00 Uhr verlassen wir Istanbul. Die Stadt schläft noch. Jedenfalls ist praktisch kein Verkehr. Nur eine Polizeikontrolle verzögert unsere Ausfahrt aus Istanbul.
Es geht auf die Autobahn und ab nach Bulgarien. Die Vignette dafür haben wir am Samstag zuvor in einem für uns ungewöhnlich aufwändigen, bürokratischen Prozess bei der Post erstanden.
Schnell erreichen wir die bulgarische Grenze. Die Einreise in die EU gestaltet sich für uns angenehm unkompliziert. Wollen wir noch einen kleinen Schlenker nach Griechenland machen? Christina und ich lieben Griechenland, aber wir haben noch 500km vor uns. Unser Übernachtungsziel soll der Naroden Park Rila mit seinen 2729m hohen Maljoica und dem 2925m hohen Musala sein.
Bei Harmanlie machen wir unsere erste Pause. Doch eine Mahlzeit auf einer kyrillischen Karte auszusuchen, ist dann doch nicht so einfach. Die Bedienung ist sehr nett, spricht aber auch nicht wirklich Englisch. Zum Glück gibt es Bilder auf der Speisekarte und so wir kommen doch zu einem leckeren Essen. :-)

Von Harmanli geht es weiter über Haskovo Richtung Plovdiv. Dort nehmen wir nochmal ein ein Stück die Autobahn. Bei Kostenec tauchen wir in den Naroden Park Rila ein und fahren weiter Richtung Samokow. Eine super schöne, kurvige Straße! Bei Borovec kehren wir für diese Nacht im Borovetz Resort ein. Auf den Chef der Anlage müssen wir eine Weile warten. Die Angestellte vertröstet uns immer wieder „Ten minutes…“ Aber das Warten lohnt sich. Wir bekommen eine sehr gut ausgestattete Blockhütte für umgerechnet nur 12€ für uns drei.
Wir kochen noch zusammen bevor wir k.o. ins Bett fallen und träumen heute Nacht vom Boarden im Naroden Park Rila.
Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Mazedonien. Unser heutiges Ziel ist der Kosovo für uns noch ein unbekanntes Land.
Von Borovec startend fahren wir Richtung Dupnica, dann weiter nach Kjustendil um bei Gjuesevo in Mazedonien einzureisen.
An der Grenze ist nicht viel los. Der Busfahrer vor uns, weist uns nochmal freundlich auf Englisch darauf hin welche Papiere wir brauchen: „Passport, vehicle registration and green insurance card“. Nett, aber das wissen wir bereits. Ein paar Grenzen haben wir in diesem Urlaub ja schon hinter uns gebracht.
Wolf übersetzt uns nochmal die Bedeutung der „green insurance card“, vermutlich mehr für sich selbst als für uns. Das sollte ihm noch zum Verhängnis werden…
Die Motorräder sind schnell abgestellt und wir stehen am Schalter. Christina ist schnell durch und hat Ihre Stempel und Wolf? Ich höre nur den Grenzsoldaten sagen: „Problem!“ und werde hellhörig. Die Grüne Versicherungskarte von Wolf ist abgelaufen bzw. das Datum ist nicht lesbar. 50€ sind damit für die Einreise bzw. den Abschluß der Versicherung für Mazedonien fällig. Das ist schon verdammt teuer für eine Woche Gültigkeit.
Kleiner Tipp am Rande: Es empfiehlt sich vor der Abreise nicht nur die Gültigkeit, sondern vor allem auch nochmal die Länder auf der Versicherungskarte zu prüfen. In den meisten Fällen kann man bei der eigenen Versicherung Länder, die dort nicht verzeichnet sind zusätzlich versichern lassen. Das ist in der Regel billiger, als eine zusätzliche Versicherung an der Grenze des jeweiligen Landes abzuschließen. So hatten wir es für Marokko beispielsweise auch gemacht.

Glück im Unglück es sollte die einzige strenge Kontrolle der Papiere auf der Reise bleiben.

Nach der nicht eingeplanten Pause geht es weiter Richtung Kumanova und Skopje. Die Fahrt durch Mazedonien wird kurz. Hinter Skopje reisen wir in den Kosovo ein. Schade, die neue Versicherung wäre noch eine Woche gültig…

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