Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

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Tschüss Sizilien Tschüss Italien

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Nach dem Frühstück im Casa per Vacanze Alcantara, gibt es noch das obligatorische Gruppenbild, bevor wir uns auf den Weg von Gaggi Richtung Capo Milazzo bewegen. Die Straße dorthin ist ein Traum, Kurven über Kurven und kein Verkehr.
Rund um Milazzo werden die Straßen wieder voll, doch den weißen Leuchtturm vom Capo Milazzo behalten wir fest im Blick. Dort wollen wir hin. Ein Gruppenbild vor dem Leuchtturm. Kurz vor dem Ziel wird der Weg sehr eng und dann das: „Militärisches Sperrgebiet.“
Also kein Gruppenbild. Schade! Doch dafür gibt es ein paar Meter zurück eine leckere Fischplatte, Muscheln, Lobster, Schwertfisch und zwar richtig gut.
Uns gefällt es hier. So beschließen wir doch noch eine Nacht auf Sizilien zu bleiben und unser Zelt auf dem „Camping sul mare“ mit Blick aufs Meer aufzuschlagen. Leider zieht es zu und der Blick aufs Meer wird ein wenig getrübt. Das Restaurant vor Ort ist noch im Winterschlaf. Tja, die Saison hat einfach noch nicht begonnen. Doch der Campingplatzbesitzer geht für uns einkaufen und bringt die Lebensmittel sogar ans Zelt. Was für ein Service für die ersten Gäste der Saison. :-)
Am nächsten Morgen hat das Restaurant dann doch geöffnet und wir genießen ein Frühstück mit Blick aufs Meer. Heute müssen wir Sizilien wirklich verlassen und den Rückweg in Richtung Fasano antreten. Die Zeit läuft uns sonst davon. Der Hafen in Messina ist schnell erreicht. Nur die nächste Fähre lässt, ganz italienisch, ein bisschen auf sich warten. Während wir warten führen wir ein nettes Gespräch mit einem Guzzifahrer. Thema: „Bürokratie in Italien, vor allem beim Beschaffen von Anbauteilen fürs Motorrad.“ Es ist wohl alles nicht so einfach im Süden von Italien eine ABE oder eine TÜV-Abnahme für Einzelteile zu bekommen…
Dann geht es auf die Fähre und wir sagen Tschüss Sizilien. Wir kommen unbedingt wieder… :-)
Auf dem Festland wollen wir in die Berge Kalabrien eintauchen und das Gebiet der ’Ndrangheta erkunden. Ich habe den Film „Der Pate“ mit Marlon Brando vor Augen. Bei der Ankunft auf dem Festland ist das Wetter noch schön, Sonnenschein und warm. Doch das sollte nicht so bleiben. Wir tauchen ein in die Appennino Calabro. Die Wälder schmiegen sich in den Dunst und wir haben das Gefühl wir bewegen uns irgendwo in den Tropen und nicht in Italien. Doch es wird immer nebliger. Es dauert nicht lange und ich sehe Johannes, der direkt vor mir fährt fast nicht mehr. Oh, was für ein Nebel, das hatten wir zum letzten Mal auf der Skipiste. Hier regt das allerdings eher meine Fantasie an. Schließlich sind wir im Land der Maffiosi…
Von Garibaldi fahren wir langsam wieder runter in Richtung Meer nach Sinopoli. Doch der Nebel will nicht weniger werden und wir gehen erst einmal auf die Bahn um voranzukommen. Jetzt nur nicht die falsche Auffahrt erwischen.
Irgendwann kurz vor der Küste wird der Nebel dann endlich weniger. Wir fahren noch ein Stück an der Küste entlang und kommen im S. Giovanni für die Nacht unter. Mir ist nicht wohl, k.o. und müde schlafe ich recht früh ein.
Am nächsten Morgen geht es weiter. Heute müssen wir Fasano erreichen. Also Motorräder packen und los. Doch als ich die Motorräder aus der Garage holen will passiert es. Ich liege mit meiner Maschine in der Garage. Warum? Was ist da los? Ich hebe meine Q auf, rolle los und liege wieder. Was soll das? Und dann bemerke ich mit Schrecken meinen Fehler. Das Felgenschloss! Oh je. Doch zum Glück ist, bis auf den Schreck, nichts passiert und die Fahrt kann losgehen. Puh!
Im schönen Örtchen Caselle in Pittari kaufen wir für unser Picknick zwischendurch belegte Panini. Wir müssen zwar ein wenig länger warten, aber die Paninis sind super. Für das Picknick suchen wir einen schönen Platz an einer alten Eisenbahnbrücke. Das ist ein Picknick wie wir es uns vorstellen. Lecker Essen, Kaffee und Mokka mit der Bialetti kochen :-). Bella Italia…
Danach heißt es Gas geben und am Abend kommen wir wieder auf dem Olivenhain Johannes an. Es ist einfach ein traumhafter Ort. Wir genießen den letzten Tag, besichtigen eine Olivenmühle, lernen Aldino, einen Künstlerkollegen von Johannes, kennen und bekommen kleine Einblicke in die Geheimnisse des Olivenanbaus und dessen Philosophie. Doch dann heißt es für uns packen und Abschied nehmen. Christina bringt Marion zum Flughafen nach Bari, wir laden die fünf GS auf den Anhänger und zwanzig Stunden Später sind wir wieder Zuhause.

 

2 Kommentare

  1. Wieso Tschüss Italien und Tschüss Sizilien? Gefällt dir/euch Südsizilien nicht? Wart ihr nicht in einem Sizilien Ferienhaus? Wenn nein, dann habt ihr etwas verpasst. Das Ferienhaus Sizilien ist traumhaft, denn man kann dort die Seele so richtig baumeln lassen. Jedoch sind die Sizilien Ferienhäuser sehr schnell ausgebucht und müssen meist weit im Voraus gebucht werden.

    Hat man aber eines der vielen Ferienhäuser Sizilien gebucht, dann kann man sich glücklich schätzen. Wenn ihr nicht in einer Ferienvilla Sizilien wart, dann ist es ein MUSS bei der nächsten Sizilien-Reise.

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