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Motorradurlaub Russland - Einreise von Estland nach Russland bei Narva

Motorradurlaub Ostsee, Polen, Baltikum, Russland, St. Petersburg – Teil 2

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Die Nacht war schnell um und wir packten unsere Motorräder, denn es ging weiter Richtung Narva an die estländisch – russische Grenze.


Polen, Litauen, Lettland, Estland waren für sich sehr tolle Länder mit vielen beeindruckenden Momenten. Doch nun, verließen wir das Einzugsgebiet der EU. Die Einreise in die Russische Föderation stand unmittelbar bevor. Das war eine ganz neue Erfahrung für uns. Die Ausreise von Estland war unproblematisch, ein Blick in die Papiere und weiter. Die russischen Grenzkontollen waren da schon etwas umfangreicher: Es gab drei Kontrollposten und zum Schluss noch eine Polizeikontrolle. Es war ein Wust an Bürokratie, aber die Kontrolleure waren immer sehr höflich und versuchten uns mit einem freundlichen Lächeln in gebrochenem Englisch alles zu erklären.  Dabei haben sie unsere Motorräder niemals aus den Augen verloren.

Wir unterschrieben eine russische Versicherung für die Motorräder. Jedenfalls hat man uns das erklärt. Es war alles auf Kyrillisch. Es hätte auch eine Lebensversicherung oder irgendetwas anderes sein können. :-) An der letzten Zollhütte mussten wir noch unsere geplante Route angeben. Wir hatten alles aufgeschrieben, aber die kräftige Frau hinter der Scheibe, zeigte immer wieder auf diesen Grenzgang. Dabei wir wollten über Viborg Russland in Richtung Finnland wieder verlassen. Ein wenig hin und her,  dann noch eine weitere Kontrolle unserer Papiere und schließlich durften wir einreisen.


Geschafft, dachten wir. Bis zur nächsten Polizeikontrolle. Es schien alles einzutreffen was wir über die Einreise nach Russland gelesen hatten, aber der Polizist an diesem Kontrollpunkt ging nur um unsere Motorräder herum: „Oh BMW“, sagte er mit russischem Akzent. Das war die Kontrolle. Nun waren wir in Russland und konnten die Ostsee von russischem Boden aus sehen. Es war ein tolles Gefühl. Wir schlugen den Weg nach Kurgolovo ein über Sosnovyj Bor Richtung Sankt Petersburg. Sämtliche Straßensschilder waren in kyrillischer Schrift? Einfach cool! Wir kannten das bis dahin nur von Bildern.

Und dann waren wir in Sankt Petersburg, dem Venedig des Nordens und der nördlichste Millionenstadt. Sie wurde erbaut von Peter den Großen (1672-1725), lange Zeit regierte die Zarin Katherina die Große (1729-1796) hier. Eine geschichtsträchtige Stadt mit der russischen Revolution (1917), die HMS Aurora löste hier mit ihrem Signal die Oktoberrevolution aus. Zu Sowjet-Zeiten wurde die Stadt umbenannt in Leningrad von 1924-1991. Eine Stadt die uns sehr schnell in Ihren Bann gezogen hatte.

Überall kyrillische Schrift, der rege Straßenverkehr der Millionenstadt und die Straßen in teilweise sehr desolatem Zustand… Das hatte etwas von Abenteuer.


Wir checkten ein im Hotel Ochtinskaja. Die Motorräder waren schnell abgeladen und sicher auf dem bewachten Parkplatz nebenan untergebracht. Nun freuten wir uns auf drei spannende Tage in Sankt Petersburg…

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