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Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

Hoher Atlas - Marokko

Motorradurlaub Marokko 2012 – Über den Hohen Atlas nach Marrakech

| 2 Kommentare

Samstag 7.April

Heute geht es nach Marrakech auf die Shopping Mall Marokkos. Wir sind gespannt was uns erwartet. Nach dem Frühstück packen wir Motorräder und fahren erstmal von Boumalne du Dades nach Skoura und biegen dann von der Hauptstraße ab Richtung Demnate. Wir wollen nicht die viel befahrene Hauptstraße über den Atlas nehmen. Auf der Karte ist zwischen Skoura und Demnate keine Tankstelle eingezeichnet, also tanken wir vorher voll. Kaum sind wir von der Hauptstraße abgebogen windet sich die Straße auch schon in Kurven in die Höhen des Atlas und es bietet sich uns auf ca. 1000m Höhe bereits eine beeindruckende Kulisse. Der Hohe Atlas ist die natürliche Grenze zur Sahara. Auf der anderen Seite des Gebirges ist die Landschaft deutlich grüner und fruchtbarer. Wir halten an einem schönen Aussichtspunkt an und schauen zurück auf die schroffe Landschaft, die uns die letzten 10 Tage begleitet hat.

Es geht weiter Kilometer für Kilometer in den Atlas hinein. Die Straße wird immer schmaler und ist schließlich keine mehr. Linker Hand gibt es keine Befestigung sondern direkt Abgrund. Wir bewegen uns fast bis nach Demnate zwischen 1800 m und 2200 m Höhe. Die Landschaft ist atemberaubend. Das schroffe Gestein ändert nach jeder Kurve wieder seine Farbe. Die Menschen in dieser Region leben in bescheidenen Verhältnissen. Jedes grüne Tal wird zur Landwirtschaft genutzt. Das hier könnte ein Mekka für Adventure-Freunde  sein: Kletterer, Wanderer, Moutainbiker, Motorradfahrer… Alle kämen hier auf ihre Kosten. Doch über hundert Kilometer begegnen wir keinem einzigen Touristen.

In Demnate angekommen ist die Landschaft wieder grün und im Dorf selbst ist Trubel wie überall. Von der grünen Landschaft in Marokko, vor allem rund um Marrakech, haben wir im Vorfeld schon in diversen Reiseführern gelesen. Trotzdem sind wir überrascht und förmlich geblendet von den Farben und der Frische. Wieder zeigt sich Marokko von einer ganz anderen Seite.

In Qued-Lalijar biegen wir auf die Nationalstraße N8 Richtung Marrakech ein. Hier herrscht viel Verkehr. Doch zunächst lockt der Duft von Brochette zu einem Stop. Auch wenn der Stop relativ kurz war, hat er doch dazu geführt, dass es wieder einmal dunkel ist, als wir in Marrakech ankommen. Zur Begrüßung führt uns unser Navi erstmal direkt über einen Souk. Eselskarren, Mofas, Fußgänger, Kleinlaster alle versuchen gleichzeitig den Markt zu überqueren. Und wir mittendrin. Kaum haben wir den Souk hinter uns gelassen, sind wir auch schon in der Medina. Die Richtung stimmt, schließlich soll unser auserwähltes Hotel hier sein. Auf dem Platz am Dar Moulay Driss bleiben wir kurz stehen um uns zu orientieren. Doch dazu bleibt keine Zeit. Wir sind bereits von jungen, hilfsbereiten Menschen umzingelt. Es fällt mir schwer, aber wir lassen uns auf die Hilfe ein. Zunächst werden wir auf einen bewachten Parkplatz gelotst. Das ist schonmal gut. Dann wollen uns die beiden Jungs, die uns zu dem Parkplatz gebracht haben auch noch ein Riad organisieren. Wir werden quer durch die schmalen Gassen der Medina geführt und man zeigt uns verschiedene Riads. Doch die Ersten gefallen uns überhaupt nicht und ich bin kurz davor rauszufahren aus Marrakech und auf einen Campingplatz auszuweichen. Nach der Ruhe und Stille der letzten zehn Tage ist Marrakech eine vollkommene Reizüberflutung. Doch die Jungs wollen noch eine Chance und zeigen uns „Boutique Riad Dar Najat“. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, einfach nur schön und das für 70€. Ein Traum! Hier bleiben wir. In nur zwei Minuten ist man zu Fuß mitten im Gewühl und trotzdem ist es hier völlig ruhig. Raus aus den Motorradklamotten, duschen, noch etwas essen und dann ins Bett fallen. Das ist unser Plan. Nur das Restaurant im Riad hat für heute nichts mehr zu essen. Oh je! Aber kein Problem, einer der Bediensteten bestellt uns kurzerhand eine Pizza und lässt sie ins Restaurant liefern. Was für ein Service. Dazu bekommen wir auch noch ein Glas Rotwein serviert. Danach fallen wir dann wirklich k.o. ins Bett.

2 Kommentare

  1. please , if you have a pictures of tiflit (my hometown), would you send them to me. I would be very grateful.

    thanks

    • Thank you for your message.

      Sorry, but we didn’t visit Tiflit. Therefore we don’t have any pictures of your hometown.

      Next time inshallah.

      Cheers
      C&C

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