Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

Schneebedeckte Motorraeder in Airolo

Motorradurlaub Marokko 2012 – Anreise 2.Teil

| Keine Kommentare

Dienstag 20. März: Wir sind viel zu früh wach und werfen als erstes einen neugierigen Blick nach draußen. Haben wir heute mehr Glück mit dem Wetter? Ja, es sieht ganz so aus. Die Sonne lacht, als wir die Fensterläden unseres Motelzimmers öffnen. Der zweite Blick wandert auf unsere schneebedeckten Motorräder. Na gut, kalt wird es also trotzdem. Aber es ist ja noch sehr früh und wir sind noch auf ca. 1000 m. Vielleicht sollten wir einen Tag Snowboarden einlegen anstatt nach Genua zu fahren? Das geht bestimmt auch in der Motorradkluft. Nein, es zieht uns weiter in den Süden. Bei dem schönen Wetter entscheiden wir uns für die Landstraße. Die Route führt von Airolo über Bellinzola Richtung Italien und dort soll es die erste Kaffeepause mit einem ordentlichen Espresso geben. Nur durch die überfüllten kleinen Straßen dauert es bis wir in Italien ankommen. Es wird Mittag bis zum ersten Stopp und statt Espresso gibt es Pizza in Azzate. Auch lecker. Unsere Route führt uns weiter über Land. Wir fahren über Magenta, Vigevano, Mortara, Lomello Richtung Alessandria. In Ottobiano finden wir endlich eine kleine Bar und kommen zu unserem lang ersehnten Espresso Doppio. Die Strecke aus den Bergen bis nach Ottobiano war eher nicht so aufregend, kaum Kurven, sehr von Landwirtschaft geprägt mit  dementsprechenden Gerüche. Die ein oder andere Wolke zieht auch an der Bar vorbei und macht uns den Espresso nicht unbedingt schmackhaft.

Deshalb beschließen wir bei nächster Gelegenheit auf die Autobahn zu fahren. Aber wir verpassen die Auffahrt, werden dafür jedoch mit einer wunderschönen Strecke belohnt. Wir fahren über Sale, Novi, Gavi, Marnese, Voltaggio und Ponte decimo nach Genua. Die Gegend rund um Gavi ist übersäht mit Weinbergen. Die Straße schlängelt sich in langgezogenen Kurven hindurch.

Schöne Strecken dauern lange und so ist es wieder einmal dunkel als wir unser Tagesziel, in dem Fall Genua, erreichen. Unser auserwählter Campingplatz liegt auf der anderen Seite von Genua. Wir schlängeln uns also gemeinsam mit den Rollern durch das Verkehrschaos von Genua.  Als wir den Campingplatz nach etwa einer Stunde endlich erreichen, der Schock. Der Platz ist superschön aber geschlossen. Laut Internet sollte er ab dem 15.03. geöffnet sein. Aber das interessiert hier niemanden. Damit beginnt um 20.30 Uhr die Suche nach einer geeigneten Übernachtungsmöglichkeit für die nächsten zwei Nächte. Nach einigem auf und ab mit ungeliebten, vollbeladenen Kehrtwendungen kehren wir schließlich in Recco im Hotel La Giare ein. Ein netter älterer Herr begrüßt uns in gebrochen Englisch. Wir können uns gut verständigen. Das Hotel ist sauber, nicht allzu teuer und auch noch am Meer gelegen. Hier bleiben wir die nächsten 2 Nächte. :-)

Schreib einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


"