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Motorradurlaub 2014 – Tunesien

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Es scheint wir haben eine halbe Ewigkeit auf diesen Tag warten müssen. Doch nun ist er da unser Motorradurlaub 2014. Tunesien wir kommen! Die Vorfreude ist groß. :-) Das Packen lief im Vorfeld praktisch wie von selbst. Na gut, nach 15 Jahren haben Christina und ich auch schon einiges an Routine. Ja, es ist für Christina und mich bereits der 15. gemeinsame Motorradurlaub… seit 15 Jahre verheiratet und seit 15 Jahren gemeinsam das Leben genießen mit seinen höhen und Tiefen.

In diesem Jahr soll es Mal wieder nach Nordafrika gehen. Tunesien haben wir schließlich noch nicht bereist. Für Johannes wird es nach 35 Jahren die zweite Reise nach Tunesien sein: „Damals war ich noch ein wenig schlanker“, sagt er selbst. :-)

Die Anreise nach Genua machen wir mit unserem „großen Anhänger“. Somit sind wir also zum ersten Mal mit unserem Gespann unterwegs. Die drei Motorräder sind am Donnerstagabend schnell auf den Anhänger verladen und am Freitagmorgen geht es dann endlich los. Zunächst einmal nach Genua. Bei 14 Grad und Dauerregen, sind wir froh im Auto zu sitzen und uns im Trockenen auf Tunesien freuen zu können. Von Genua aus soll es mit der Fähre von Grandi Navi nach Tunis gehen.

Da es unsere erster Motorradurlaub nach Tunesien sein wird, überlegen wir uns während der Autofahrt genauer was wir uns alles anschauen wollen. Eine Rundreise soll es werden. Natürlich werden wir dabei an den Römerbauten nicht vorbeikommen. Eine Meldung im Radio reißt uns aus dem Planungsmodus: Genua ist von einem Unwetter heimgesucht worden. Oh je, was mag das für uns bedeuten?

Je näher wir Genua kommen, desto stärker wird der Regen. Bei Firpo Alessandro bringen wir unser Gespann in Genua unter. Firpo hat einen bewachten Parkplatz und verlangt einen moderaten Preis für die drei Wochen. Zum Glück kam das Unwetter nicht bis zu Firpo und auch der Hafen war wohl nicht betroffen. Am späten Abend kommen wir bei Firpo in Genua an. Eine super freundliche Begrüßung. Diesen Platz können wir nur wärmstens jedem empfehlen, der sein Auto mit Anhänger in Genua bewacht stehen lassen möchte.

Wir parken den Hänger und Firpo organisiert noch ein Hotel für uns. Hotel Ena. Ein cooles Hotel. In der Hauptsaison wäre das ganz bestimmt nicht unser Anlaufpunkt. Doch jetzt, sehr schön und bezahlbar. Der Regen hört nicht auf und in der Nacht kommt auch noch Sturm und Gewitter dazu. Doch wir genießen zunächst noch ein Gläschen Rotwein und Fisch in der Osteria. Wir sitzen zusammen freuen uns auf den Urlaub, diskutieren, reden, jeder mit seinen unterschiedlichen Gedankengängen. Dann geht es zur Nachtruhe.

Am nächsten Morgen lacht die Sonne. Doch der extreme Regen hat einen Teil von Genua völlig verwüstet. 600mm Regen pro Quadratmeter, eine unvorstellbare Menge. Schreckliche Bilder! Mit diesen Bildern fahren wir zu Firpo. Firpo hatte in der Nacht alle Hände zu tun. Der Fluss trat innerhalb kurzer Zeit über die Ufern und schoss mit einer Höhe von 40 cm über einen Teil von seinem Grundstück. Wir haben Glück unser Anhänger steht noch! Doch für zwei Menschen kam jede Hilfe zu spät.

Mit gemischten Gefühlen packen wir unsere Motorräder. Wir freuen uns einerseits auf unseren Urlaub in Tunesien und sind andererseits schockiert darüber, dass die Natur wieder einmal voll zugeschlagen hat. Wir plaudern noch mit Firpo der selbst ein begeisterter Motorradfahrer ist. Er hat nicht nur Tipps von Tunesien für uns, sondern auch für Sardinen. :-)

Dann brechen wir auf in Richtung Hafen. Wieder einmal haben wir Glück im Unglück. Unser Hafenteil ist von den erneuten Überschwemmungen nicht betroffen. Für uns heißt das,

auf das Gelände fahren, Motorräder abstellen und Formalitäten erledigen. Die Registrierung für die Ausreise liegt in der Halle neben der Auffahrt zur Fähre, in der zweiten Etagen. Natürlich NICHT ausgeschildert!

Die Registrierung selbst ist schnell erledigt. Da hat das Ausfüllen des zugehörigen Dokumentes länger gedauert. 😉

Und schon geht es auf die Fähre, Motorräder abstellen und Kabine beziehen. Vielleicht ein kleiner Tipp. Wir packen im Vorfeld die nötigen Klamotten für die Fähre zusammen. Dann muß man nicht auf dem Schiff anfangen zu sortieren oder gegeben falls unnütze Sachen mit sich herumschleppen.

Auf der Fähre geht die Planung unserer Route durch Tunesien weiter und nimmt dann auch konkrete Formen an. Von Tunis wollen wir erst einmal Richtung Bizerte. Wir möchten den Hafen selbst fotografieren. In Bizerte erreichte der tunisische Unabhängigkeitskampf gegen Frankreich im Juli 1961 seinen traurigen Höhepunkt mit über 1000 gefallenen Tunesiern. Von Bizerte wollen wir weiter fahren Richtung Tabarka mit seinen Felsformationen. Dazwischen liegt das Cap Blanc: der nördlichste Punkt Afrikas, das Cap Serrat mit seinem Leuchturm. Von Tabarka soll es weiter gehen über Béja in Richtung Dougga. Über Béja verlief einer der wichtigsten Handelswege des römischen Afrika. Ein Überbleibsel aus dieser 2000 jährigen Geschichte ist die Trajansbrücke, die um die Zeit 29 n. Chr. von Kaiser Tiberius errichtet wurde. Dann wollen wir uns natürlich Dougga selbst anschauen, mit seinen noch vorhanden Tempeln und Villen aus der Römerzeit. Wir werden sehen was danach noch kommt…

Ein Kommentar

  1. WOW super

    Greetings and Salutations
    to Binderella and you!! Reini

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