Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

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Motorradurlaub 2013 Tschechien, Slowenien, Ungarn, Rumänien

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Am Sonntagmorgen bin ich als erstes wach… ein Wunder. Die Zeit möchte ich nutzen um ein paar Zeilen zu verfassen. Ich nehme also das Notebook und setze mich an den Tisch hinter der Rezeption. Der Platzwart sieht mich und gibt schon wieder alles. Ich bekomme sofort einen Kaffee und der Frühstückstisch wird gedeckt. Dabei wollte ich doch nur schreiben. Aber zu einem Kaffee sage ich natürlich nicht nein. Was für ein toller Campingplatz…  Leider gibt es die Fotos dazu nicht mehr, aber dazu später mehr.

Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und es geht weiter.

Von Pilsen aus fahren wir in Richtung Milevsko und dann über Tabor, Pelhijmov und Humpolec. In Havlickuv Brod halten wir an und machen eine Pause. Brod ist eine sehr schöne Stadt. Gestärkt geht es weiter in Richtung Olomouce, um schließlich in Hranice zu campen.
Am Abend kommen wir am Campingplatz in Hranice an. Die Besitzer sind nicht sehr freundlich. Johannes und ich wir wollen nicht hier bleiben. Christina und Wolf schlichten und wir bleiben. Das Zelt war ja eh schon aufgebaut, bevor der Platzwart zurückkam um die Formalitäten zu erledigen. Zum Abschluß gehen wir in das Restaurant auf dem Campingplatz. Das Essen hier ist wirklich sehr lecker und auch die Bedienung ist sehr freundlich. Da ist der Stress vom Einchecken schnell vergessen.

In der Nacht schlafen wir nicht so gut. Es ist zu laut mit der Bahnlinie, die direkt am Campingplatz vorbeiläuft… Am nächsten Morgen werden wir mit einem Schreck wach: Warum ist unser Zelt offen? Aussenzelt und auch Schlafzelt. Wir springen raus… Christinas Handtasche liegt geöffnet auf dem Tisch. Das Bargeld und das Handy fehlen. Die Diebe waren doch so gnädig und haben nicht die Kreditkarten mitgenommen, sondern nur das Geld… Und dann der größte Schock: Die Kamera-Ausrüstung ist weg.

Da sind doch tatsächlich Leute in unserem Zelt gewesen… Die Handtasche lag neben unseren Köpfen. Ein komisches Gefühl! Aber wir sind nicht die Einzigen auch bei Wolf war jemand im Zelt und ein Camper wurde ebenfalls aufgebrochen.
Der Verlust:  Bei Wolf, die Nikon D300 mit dem 18-200 Objektive. Bei mir meine gute alte Nikon D80 mit dem 16-85 und 70-300 Objektive. Bei den Campern, Schmuck, Uhren usw. und das auf einem Campingplatz, einfach blöd….

Wir rufen natürlich sofort die Polizei. Das Ganze Programm dauert dann natürlich eine Weile mit Spürhunden und der Aufnahme der Anzeigen. Für die Aufnahme wird eine Dolmetscherin dazugeholt. Wolf und Christina fahren für die Anzeige mit auf das Revier. Die Stunden vergehen…. Johannes und ich packen schonmal die Sachen zusammen. Noch eine Nacht wollen wir hier nicht bleiben.

Als wir mit dem Packen fertig sind und Wolf und Christina zurück sind, Essen wir noch zusammen und es geht weiter mit einem komischen Gefühl, dass jemand in unserem Zelt war und wir es nicht bemerkt haben.

Wir fahren in Richtung Valasske Mezirici, Roznow. Bei Trestik geht es über die Grenze in die Slowakei und wir fahren über Cadca, Oravska Jasenice, vorbei am Slanicka Osada (See), in Lisek und übernachten am Abend in der Pension Rosnicka.

Eine nette kleine Pension direkt auf der Route. Die Zimmer sind sehr schön, die Besitzerin ist supernett und unsere Motorräder stehen im Innenhof.  Nach dem Einstieg im Zelt tut eine Übernachtung in der Pension gut. Den verkorksten Tag lassen wir bei leckerem Essen, dass uns die Besitzerin trotz später Stunde noch zaubert und leckerem Bier ausklingen.

Am Mittwochmorgen geht es nach dem Frühstück weiter in Richtung Polen. Wir fahren durch den polnischen Teil der Tatra über Ciche und Zakopane. Der Ausflug nach Polen hat sich gelohnt, die Holzhäuser, Kirchen, einfach wunderschön anzuschauen. Bei Jurgow geht es wieder in die Slowakei. Die Route führt uns weiter in Richtung Porad, Rvuca, Tornalá und schließlich nach Ungarn. Dort übernachten  wir auf einem Campingplatz in Tokaj.

Auch hier versüßen uns gutes Essen und leckeres Bier den Abend. Es ist der letzte Abend in dieser Konstellation. Morgen müssen Johannes und Orell die Rückreise antreten. Schade! Vor allem Orell hat die erste Motorradreise so tapfer durchgehalten. Super!

Am nächsten Morgen starten wir noch alle zusammen und fahren gemeinsam über die Grenze nach Rumänien. In Valea lui Mihai halten wir noch einmal gemeinsam, um zu vespern. Mit ein wenig Wehmut und doch Freude auf das was noch kommt, verabschieden wir uns von Johannes und Orell und wir fahren weiter Richtung Marghita, Alesd, Cluj-Napoca (Klausenburg). Bis Großpold kommen wir dann doch nicht mehr. Die eine Stunde Zeitverschiebung hatten wir nicht bedacht. Uns so übernachten wir in Turda bei Dorina Crisan im Wohnzimmer. Einfach abgefahren, so macht Urlaub Spaß und endlich übernachten wir in Rumänien.

Am nächsten Morgen machen wir noch ein Gruppenfoto bevor es los geht zur Transalpina. Eine zum großen Teil super ausgebaute Pass-Straße nur bei der Anfahrt fehlt ab und zu der Asphalt und insbesondere auf Brücken werden wir des Öfteren vom Schotter überascht… aber gerade das macht auch mit unseren voll beladenen GS viel Spaß! :-) Nach einer Kurve plötzlich Stau… Was ist da los? Wir brauchen eine Weile bis uns klar ist, dass das hier der „Umschlagplatz“ für Steinpilze ist. Wir schlängeln uns durch das Gewusel und fahren den Pass hoch.

Insgesamt fahren wir  eine tolle Tour, kaufen noch Steinpilze von einem der vielen Pilzsammler auf der Strecke zur Transalpina und kommen erst gegen 21 Uhr bei Sepp in Apoldu de Jos an. Dort schlagen wir unser Zelt neben der Hütte von Sepp auf und sitzen noch eine ganze Zeit mit Sepp und Karl zusammen und schnacken über das Erlebte, bevor wir k.o. im Zelt verschwinden.

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