Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

Motorradtour zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald

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Freitag 2. März: Nun ist es endlich soweit, die Sonne scheint und das Thermometer zeigt 10°C. Die Motorräder sind zurück vom Service und es ist Frühling. Also nichts wie rein in die Motorradklamotten und los, ohne Ziel und Routenplanung. Mit der Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald vor der Haustür findet sich immer eine schöne Tour. Ich fahre los Richtung Rottenburg durchs Neckartal. Dann geht es über kleine, wenig befahrene Straßen weiter über Börstingen, Bierlingen, Neuhaus in Richtung Trillfingen. Ich genieße die Fahrt über die einsamen Straßen und gebe ein bißchen mehr Gas, als sich plötzlich hinter einer Kurve vor mir ein Traktor „materialisiert“. Zum Glück kommt gerade kein Gegenverkehr und ich kann den Traktor einfach überholen. Ja, auf Traktoren muss man am meisten achten zu dieser Jahreszeit. In Haigerloch halte ich kurz an und überlege, ob ich ein paar Fotos von der wunderschönen Altstadt schießen soll. Ich werfe einen Blick auf die Altstadt, dann auf die Straße und entscheide mich dagegen. Heute will ich einfach nur fahren. Ich komme durch Gruol und Heiligenzimmern. Die Sonne ist richtig grell und ich kann die Daten auf dem Zumo 660 kaum lesen. Das Navi habe ich eigentlich nur eingeschaltet, weil ich gerne Höhenmeter, gefahrene Zeit und vor allem die Uhrzeit im Auge habe. Die Uhr vom FID (Fahrerinformationsdisplay) meiner GS hat schon vor geraumer Zeit aufgegeben und 360€ für ein Neues, nur damit ich eine funktionierende Uhr habe, ist die Sache nicht wert.

Bei Touratech gibt es eine Sonnenblende für das Zumo 660 zu kaufen und ich bin nicht mehr allzu weit von Niedereschach entfernt. Also lenke ich meine GS über Dietingen, Rottweil, Zimmern und Horgen nach Niedereschach.

Bei Touratech angekommen kaufe ich die Sonnenblende, ein neues Opinel und noch eine Hecktasche. Jetzt aber nichts wie raus hier. Ich wollte doch nur die Sonnenblende….. Ich mache mich auf zu meiner Q. 11 Jahre ist sie jetzt alt und wie ich finde immer noch ein tolles Motorrad. Ich fahre weiter in Richtung Dauchingen, Deißlingen. Hier ist die Neckar noch ein überschaubarer Bach. Die Zeit vergeht viel zu schnell. Es ist später Nachmittag und ich bin mit T-Shirt und Jacke, ohne Innenfutter versteht sich, für Temperaturen um die Null Grad ein wenig zu tapfer angezogen… Es wird schattig. Also beschließe ich den Weg nach Hause abzukürzen und fahre in Rottweil auf die B27. Schneller fahren bedeutet allerdings nicht weniger frieren…. Es fühlt sich an, als ob sich am Verschluss der Rukka Argonaut eine Kältebrücke bildet. Da muss ich nachher erstmal im Netz schauen, ob das ein bekanntes Problem ist. Zuhause angekommen, bin ich durchgefroren wie selten, aber glücklich und zufrieden über die ersten 200km 2012.

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