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Grimselpass

Motorradtour zum Lago di Maggiore

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30.09.-03.10.2011

30.09.2011 Helfertreffen Touratech GS-Challenge
Der dritte Oktober ist ein Feiertag (Tag der deutschen Einheit) und fällt in diesem Jahr auf einen Montag, also ideal für eine verlängerte Wochenendtour. Es wird wohl die letzte längere Ausfahrt für die Motorradsaison 2011. Das Ziel ist schnell gefunden: Cannóbio am Lago di Maggiore. Zum Abschluss der Motorrad Saison 2011 wollen wir noch einmal Italien genießen, mit seinem schönen Herbst.
Für Freitag Abend hat Touratech zum Helfertreffen in Niedereschach eingeladen. Eine sehr nette Geste! Christina und ich beschließen von Niedereschach zum Lago di Maggiore durchzustarten und so fahren wir (Wolf, Christina und ich) am Freitag Abend erstmal nach Niedereschach zum Helfertreffen.
Es gibt eine leckere, große Schlachterplatte, eine Diashow von der GS-Challenge und dem Touratech-Travel-Event 2011, ein großes Lagerfeuer und dazu viele nette Gespräche mit all den Helfern und Touratech Mitarbeitern. Der MC Neufra 1983 ist gerade von seiner Pässe Tour zurück, so gibt es auch hier einiges von dem Erlebten zu hören. Ein sehr gelungener Abend. Danke!

01.10.2011 Anfahrt Lago di Maggiore
Als wir Samstag Morgen im Zelt aufwachen, spüren wir den Herbst…. der Rasen ist noch feucht und das Zelt auch. Also kochen wir uns erstmal einen Kaffee und gehen anschließend in den Touratech Shop. Karten, Spanngurte etc., wir finden immer etwas.
Hier schauen, dort schauen, ein wenig klönen, das Zelt noch abbauen und die Zeit rennt uns davon, gegen 13 Uhr kommen wir endlich los.
Die Route führt uns von Niedereschach über Donaueschingen nach Neuhausen. Dort geht es auf die Autobahn Richtung Schwyz und schließlich Richtung Gotthard. Gegen 16.00 sind wir endlich am Gotthart. Bei schönstem Wetter fahren wir hinauf. Den Gotthart sind wir beide bis dahin noch nicht gefahren. Oben angekommen wird natürlich erst mal ein gemeinsames Foto geknipst und dann geht es auch schon weiter Richtung Locarno und Cannóbio, schließlich wollen wir noch im Hellen aufbauen……
Locarno, Lugano, sieht doch sehr ähnlich aus… Ein Denkfehler und so ignoriere ich mein Navi (immer wieder gerne) und fahre Richtung Lugano. Christinas Zeichensprache verstehe ich nicht (außerdem war es da eh schon viel zu spät) und schon sind wir am Lago di Lugano. Der See ist zwar auch schön, aber eigentlich wollten wir ja zum Lago Maggiore….. Also drehen wir um und fahren diesmal Richtung Locarno mit dem Ziel Cannóbio. In Cannóbio angekommen schauen wir uns die Campingplätze an. Wir checken am Campingplatz www.riviera-valleromantica.com ein. Der Platz ist direkt am See und es sind nur fünf Minuten zu Fuß zum schönen Örtchen Cannóbio. Es ist inzwischen 20.00 Uhr und leider doch dunkel geworden. Schnell bauen wir das Zelt auf und richten uns ein. Eine halbe Stunde später sitzen wir auch schon im Restaurant am Campingplatz und lassen den Tag bei italienischem Wein und Essen ausklingen. Es ist 22 Uhr und wir sind müde, trotzdem nehmen wir von der Campingplatz-Taverne noch eine Karaffe Wein mit, um den lauen Abend vorm Zelt zu genießen. Gestern konnten wir schließlich nur mit Lagerfeuer draußen sitzen!

02.10.2011 Cannóbio
Sonntag Morgen, die Sonne scheint und es ist noch sommerlich warm. Wir genießen ein ausgiebiges Frühstück vorm Zelt. Gegen Mittag raffen wir uns auf und gehen Richtung See. Wir spazieren am Steinstrand und am Fluss entlang in Richtung Innenstadt von Cannóbio. Heute ist Markt in Cannóbio. Hier gibt es alles von Lebensmitteln bis Klamotten. Wir lassen uns von der Atmosphäre mitreißen und kaufen ein wenig ein. Anschließend schlendern wir durch die kleinen Gassen der Stadt und nehmen einige Momente mit unserer Kamera auf.
Wir kommen an einem kleinen Wein- und Schnapsladen vorbei und schauen hinein. Wein und Grappa…… die Weinhandlung Cantina Ferro di Ferro Renzo ist ein Familienbetrieb der seit einigen Generationen besteht. Die Atmosphäre und die Wein-Auswahl sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Verkäufer führt uns durch seinem Grappasortiment. Wir verlassen den Laden schließlich, natürlich nicht ohne einzukaufen.
Den ganzen Tag genießen wir die Stadt, den See, die Sonne und schließlich schlendern wir zurück zum Campingplatz. Für den Abend haben wir frische Pasta und Gewürze auf dem Wochenmarkt eingekauft. Zum Abschluss sitzen wir mit unserem Wein am Lago und genießen den schönen, warmen Herbst Abend.

03.10.2011 Heimfahrt
Montag Morgen: Wir packen unsere Sachen und beladen die Motorräder. Zum Frühstück fahren wir noch einmal in den Ort Cannóbio, um an der Strandpromenade vom Lago di Maggiore zu Frühstücken in der Gelateria Bar Lago. Noch einmal genießen wir die warme Sonne. Morgen müssen wir wieder arbeiten…….aber erst einmal freuen wir uns auf eine schöne Tour. Es ist ein Traumwetter.

Wir fahren auf einer kleinen Straße von Cannóbio aus Richtung Lunecco, Malesco, eine kurvenreiche, kleine, nicht überschaubare Straße. Ein Fiat Panda wirkt wie eine S – Klasse und dann haben wir ein Wohnmobil vor uns. Ich dachte schon Schluss mit lustig auf dieser Straße. An einer Nische lässt uns der Fahrer vom Wohnmobil aus Freiburg vorbei. Juhu! Es geht weiter in Richtung Schweiz über den Simplon Pass. Der Pass ist ausgebaut wie eine Autobahn. Da müssen wir schon auf unsere Geschwindigkeit achten. Die Strecke macht Spaß. Oben angekommen trinken wir noch einen Kaffee und genießen die Sonne. Wir treffen noch das Wohnmobilpärchen und halten einen Plausch über Camping, Motorrad, Pässe, Ziele. Es wird Zeit weiterzufahren. Wir verabschieden uns von den Wohnmobilfahrern und fahren Richtung Grimselpass. Dort angekommen blicken wir auf die Auffahrt zum Grimselpass auf der linken, und die Auffahrt zum Furkapass auf der rechten Seite. Leider haben wir nur Zeit für einen von beiden. Wir entscheiden uns für den Grimselpass und beschließen, dass wir in der nächsten Motorradsaison unbedingt noch einmal hierher kommen müssen.

Wir fahren noch über den Brünigpass und bei Sarnen geht es auf die Autobahn. Jetzt müssen wir ein wenig Strecke machen, wenn wir nicht allzu spät zu Hause ankommen wollen. In Horgen am Zürich See trinken wir noch einen Kaffee mit Blick auf den See. Es ist spät geworden. Die Luft ist noch sehr warm, aber es ist auch nicht mehr weit bis nach Hause. Gleich werden wir die Fähre Horgen – Meilen nehmen und über Winterthur und Schaffhausen nach Hause fahren. Im Moment genießen wir die Sonne und den Blick auf den See und freuen uns auf den nächsten Urlaub und die nächste Motorradsaison. Was für ein schöner Saisonabschluß am Lago di Maggiore!

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