Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

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Motorradtour im Thüringer Wald Brotterrode, Pfefferstübchen, erste Motorradtour

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Um neun Uhr treffen wir uns zum Frühstück. Von unserem Empfinden zu Früh. Wir haben ein super schönes Zimmer im Pfefferstübchen. Das lädt zum ausspannen ein.

Doch eine gemeinsame Ausfahrt wartet auf uns, da lohnt es sich aufzustehen. Nach einem guten Frühstück geht es los auf die erste Tour. Doch wohin? Das hat uns unser heutiger Tourguide Torsten mal wieder nicht verraten…, Das kann schon sehr gewöhnungsbedürftig sein, einfach nur hinterherzufahren ohne mitentscheiden zu dürfen….

Kaum sind wir losgefahren merkt Johannes, dass er einen Platten hat. Vorderrad! Kein gutes Ohmen. Also fahren wir die nächste Tankstelle an. Das Ventil ist undicht. Zum Glück hat Torsten ein Ersatzventil dabei. Das Ventil ist schnell getauscht, der Reifen hält die Luft und es geht endlich los zur ersten gemeinsamen Motorradausfahrt durch den Thüringer Wald.

Wir fahren über kleine Straßen. Sehr schön anzuschauen, kurvenreich, gepaart mit einem super Motorradwetter.

Am frühen Nachmittag kommen wir an einem schönen Pausenplatz vorbei und Torsten hält sogar an. :-) Wir packen unsere Sachen aus: Stühle, Kocher, Brot, Aufschnitt, Kaffee…

Wir schauen uns um und stellen fest, an dieser Stelle wo wir lustig zusammen sitzen, ging die Deutsch – Deutsche Grenze entlang. Wir pausieren, lachen und quatschen quasi mitten auf dem ehemaligen Todesstreifen, wo vor gar nicht allzu langer Zeit noch alles vermient war. Wir leben schon in einer guten Zeit.

Natürlich brennen wir alle darauf mit dem Motorrad auf der ehemaligen Versorgungsstraße zu fahren. Los geht es. Tobias mit seiner SLR ist kaum zu halten, Wolf und ich hinterher und Johannes? Johannes kommt nach. Wie sich herausstellt gibt es an der K noch einiges zu optimieren, damit sie für den Offroad-Einsatz tauglich ist. Zum Glück ging alles glimpflich aus.

Wir erkunden noch einen Wachturm am Dachsberg und dann müssen wir zurück. Die anderen warten bestimmt schon auf uns… Vor allem das „Kamera“-Team… Auf dem Rückweg stelle ich mit entsetzen fest, das sich das Gehäuse der CamOne geöffnet hat und die Kamera  weg ist. Das darf doch nicht war sein, das Gehäuse der CamOne ist einfach ein Schwachpunkt!

Wir machen uns also auf die sinnlose Suche nach der kleinen Kamera in einem Umkreis von ca. 2km. Das ist die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Doch kurz bevor wir aufgeben wollen, passiert das Unglaubliche: Wolf findet die Kamera im hohen Gras wieder und sie funktioniert sogar noch. Wir sind schon ganz gespannt auf die Aufnahmen, vor allem die letzten Minuten…

Weniger Glück hatten wir mit der Tiger von Torsten. Es sollte ein Foto vor einer besonderen Kulisse werden: die ehemalige Grenze, der Todesstreifen, Schafe im Hintergrund und dann das: die Tiger liegt, fällt ungünstig und es geht echt einiges kaputt. Die Tiger wird als Enduro verkauft und beim Umfallen bricht das Windschild und das ganze Plastik rund um die Lampe. So hatten wir uns das nicht vorgestellt.

Nachdem die Tiger einigermaßen wieder zusammengeflickt ist brechen wir auf. Wir helfen noch Johannes mit seinem Motorrad aus den Graben und fahren unsere Tour zu Ende. Was war das denn bitte für eine Motorradtour?

Abends sitzen wir bei leckerem kaltes Bier und gutem Essen im Pfefferstübchen zusammen und lassen den chaotischen Tag nochmal Revue passieren. Es hat trotz allem Spaß gemacht und wir feiern erstmal in den Geburtstag von Torsten rein.

 

 

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