Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

Motorradurlaub-2013-Kosovo-Montenegro-Serbien-Bosnien-Herzegowina-einspurig-unterwegs

Motorradtour durch Montenegro, Serbien, Montenegro, Bosnien Herzegowina

| Keine Kommentare

Der größte Teil von unsereren Urlaub ist leider inzwischen vorbei. Ein Highlight dieser Motorradtour ist noch einmal das Grenzhopping über den westlichen Balkan. Wir starten vom Kosovo in Richtung Bosnien Herzegowina und wollen heute fünf Grenzübergänge mitnehmen.
Von Peje geht es Richtung Bijelo Polje in Montenegro, dann fahren wir Richtung Prijepoje in Serbien und von dort weiter nach Pljevlja in Montenegro. Die geplante Route sollte weiter gehen über Foca Bosnien Herzegowina mit dem Ziel Mostar. Die Strecke ist sehr schön und super zu fahren.
Hinter Sula hört die befestigte Straße plötzlich auf und wir fahren auf Schotter weiter. Laut unserer Karte ist die Strecke zwischen Sula in Montenegro und Foca in Bosnien Herzegowina eine befestigte Hauptstraße. Doch die Freude überwiegt: Es gibt sie noch, die unbefestigten Grenzübergänge. Vor lauter Freude über die Piste, sehe ich nicht in welch schlechte Wetterfront wir hineinfahren. Die Strecke bis zur Grenze ist mit voll beladenen Motorrädern schon anspruchsvoll. In der Zwischenzeit hat es angefangen zu regnen und das nicht zu wenig. Schnell wird der Waldweg schlammig und rutschig. Nach einer gefühlten Ewigkeit, kommen wir bei strömenden Regen auf einer Lichtung an der Grenzstation an.
Wir werden freundlich von den beiden Grenzpolizisten begrüßt. Touristen kommen hier wohl nicht allzu oft vorbei, daher sprechen die beiden leider kein Englisch. Bei dem schlechten Wetter werden wir in ihre zwei Quadratmeter große Zollstation eingeladen, um den Regen abzuwarten.
Doch der Regen wird nicht weniger, sondern eher mehr. Wir erkundigen uns bei den Grenzern nach der Beschaffenheit des Weges bis nach Foca. Noch 39km Piste. Es regnet in Strömen und die Uhr zeigt bereits 18Uhr. Bei Dunkelheit und diesem ungemütlichen Wetter nehmen wir das Angebot an, hier an der Grenzstation unser Zelt aufzuschlagen und erst Morgen bei Tageslicht weiterzufahren.

Es wird ein lustiger Abend. Wir verständigen uns mit Händen und Füßen und wenn gar nichts hilft mit Bildermahlen. Jeder holt noch Lebensmittel hervor und die Zeit vergeht.

Am nächsten Morgen ist der Regen zu Eis gefroren. Das Thermostat zeigt zum ersten Mal in diesem Urlaub Minustemperaturen.
Da schmeckt der Warme Kaffee besonders. Wir fünf machen noch ein Gruppenfoto in Zivil und die Reise geht weiter in Richtung Mostar auf einer tollen Route.
In Mostar selbst finden wir schnell den Platz wieder, wo wir das letzte Mal 2009 in Mostar übernachtet haben. Wir treffen sogar die Vermieterin wieder. Doch leider sind die Apartments diesmal ausgebucht. Aber die Familie ist groß und so bekommen wir schnell eine sehr schöne Alternative.

Schreib einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


"