Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

Intermot 2012 - Köln - Honda Rallye Dakar

Intermot 2012

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Es ist wieder so weit, die Intermot ruft und wir folgen dem Ruf. Diesmal reisen wir mit einer etwas größeren Gruppe an, um mit Freunden die Freude an Motorradfahren zu teilen. Wir treffen uns alle (10 Personen) in Nörvenich bei Torsten und Martina. Dort ist quasi unser Basislager für das Intermot-Wochenende. :-)
Johannes und ich haben schon am Freitag frei und beschließen kurzfristig mit dem Motorrad anzureisen. Am späten Vormittag brechen wir auf. Zunächst über die Autobahn raus aus dem Ländle. Hinter Karlsruhe nehmen wir dann die Landstraße. Wir fahren über kleine Straßen durch die Pfalz in Richtung Traben Trarbach an der Mosel. Es ist eine sehr schöne Strecke über viele Kilometer und vom Feierabendverkehr ist nichts zu merken. :-)
Noch ein Stück an der Mosel entlang, dann tauchen wir ein in die Eifel. Dort ist es überhaupt nicht mehr so warm. 40km vor Nörvenich fängt es dann auch noch richtig heftig an zu regnen. Es ist mittlerweile dunkel geworden und dank der Erntezeit sind die Straßen voller Dreck von den Feldern….. Wir sind froh als wir gegen 20.00 Uhr endlich in Nörvenich ankommen.
Christina und Wolf sind mit dem Auto erst gegen Abend in Reutlingen aufgebrochen und brauchen ein wenig länger. Am späten Abend sitzen wir dann alle zusammen in feucht fröhlicher Runde und freuen uns auf die Intermot. Gegen drei Uhr eröffnen wir das Bettenlager und versuchen zu schlafen, eine kurze Nacht…..

 

Um sieben ist sie bereits wieder vorbei. Frühstück und Aufbruch zur Messe ist angesagt.

Christina, Johannes und ich fahren zum Kölner Dom, um am ökomenischen Gottesdienst teilzunehmen. MOGO Pastor Erich Fähling, hält eine Predig über „Freiheit Erfahren.“ Anschließend nehmen wir am Korso teil. Regen! Doch trotz nasskaltem Herbstwetter ist es schön die Intermot 2012 mit dem MOGO und Korso zu beginnen.

Wolf, Martina, Torsten und seine Familie fahren mit der S Bahn direkt zur Intermot und wir werden uns dort treffen. Dachten wir….
An der Messe angekommen schlendern wir durch die Hallen. Die anderen wollen wir auf dem BMW-Stand treffen. Schließlich sind wir als BMW Fahrer alle auf die neue 1200GS gespannt und überrascht. Ich sage nur: Ich liebe meine 1150GS. Vielleicht sind die Fahreigenschaften ja überzeugender als die Optik. Irgendwie verpassen wir uns auf dem BMW-Stand und so schlendern wir zu dritt weiter über die Messe.
Christina und ich sind von der KTM 1190 R beeindruckt. Das könnte eine Alternative zu meiner 1150GS sein. Nur: braucht man wirklich 150PS? Auf der Intermot wird auch die Honda 450 Rallye vorgestellt mit der Honda wieder an der Ralley-Dakar teilnehmen will. Daneben ist die Sieger Maschine von 1988 ausgestellt, die Afrika Twin von Cyril Neveu (Frankreich). Direkt daneben steht der Crosstourer von Honda. Für unseren Geschmack keine wirkliche Alternative.

Die Zeit geht dahin, nur unsere restliche „Reisegruppe“ haben wir nicht gesehen. Ziemlich zum Schluss treffen wir wenigstens noch Wolf und trinken einen Kaffee zusammen. Jeder berichtet von seinem erlebten. So wie wir uns getroffen haben, geht jeder wieder seinen Wege.

Johannes ist von der Yamaha XT1200Z Super TÉNÉRÉ Worldcrosser angetan, aber nicht vom Gewicht. Die Moto Guzzi Stelvio mit ihren großen Scheinwerfer und dem 32 Liter Tank auch keine schlechte Maschine, aber 300kg? „Beim Fahren merkt man das Gewicht nicht“, versucht der Verkäufer uns zu überzeugen. Wir vertiefen die Unterhaltung nicht, sonst müssten wir mit ihm diskutieren, ob er glaubt, dass das auf Schotter auch gilt.
Wir schlendern weiter durch die Hallen: Neben Motorrädern gibt es jede Menge Zubehör anzuschauen. Johannes ist immer noch auf der Suche nach trockenen Handschuhen, wir sind eher von der GOPRO 3D angetan. Leider ist es inzwischen schon fast 18.00 Uhr geworden. Die Messe schließt und wir machen uns auf den Weg zurück zu Torsten.

Im Em Verzellchen treffen wir uns alle wieder. Mit dabei der Römer, Annemarie und Sebastian. Nur leider hat die Qualität im Em Verzellchen stark nachgelassen: Kaltes Fleisch, eine junge Bedienung die keine Lust hat und uns ihre Unfreundlichkeit deutlich spüren lässt. Das brauchen wir nicht. Schade, bislang war  das Em Verzellchen ein wirklich gutes Restaurant. Wir werden wohl so schnell nicht wieder kommen.

Zurück in Nörvenich, sitzen wir noch einige Zeit zusammen, bevor wir uns schlafen legen.

 

Am Sonntag Frühstücken wir noch zusammen bevor sich unsere Gruppe auflöst. Wolf möchte noch den Tagebau besichtigen und fotografieren und wir wollen uns auf die Heimreise begeben. Der Rhein ruft, Christina fährt mit mir auf dem Motorrad mit. So verabschieden wir uns und wir drei, Johannes, Christina und ich fahren Richtung Koblenz. Unser erstes Ziel: Das Deutsche Eck. Bei Sonnenschein schauen wir wie die Mosel in den Rhein fließt. Das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm dem Ersten von 1897 zur Reichsgründung von 1871 wacht imposant über diesem Platz und zieht bei Sonnenschein viele Touristen wie uns an.

Weiter fahren wir am Rhein entlang in St. Goarshausen fahren wir hoch zum 132m Loreley Felsen. Hier ist der Rhein recht schmal und hat trotz der Felssprengungen immer noch ein Stück seiner Unbändigkeit beibehalten Die Lore Ley, die hier ihrem traurigen Leben ein Ende gesetzt haben soll besungen durch die Clemens Brentanos Ballade von 1801. Der Sage nach sollen Schifffahrer  durch den Gesang der Loreley  den Tod fanden.
Der Rhein mit seinen Sagen und Mühten ist immer eine Motorradreise wert. Die Weinberge, die Schlösser und Burgen, schöne Städte. Leider neigt sich der Tag bereits dem Ende. Bei Rüsselsheim fahren wir noch einmal mit der Fähre über den Rhein bevor es auf die Autobahn Richtung Ländle geht. Das Intermot Wochenende 2012 ist vorbei, wir freuen uns auf die Intermot 2014.

 

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