Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

Douz-Kaffee-Piste-Tunesien-einspurig-unterwegs

Die Tage von Douz, die Sahara ruft

| Keine Kommentare

Der erste Morgen in Douz. Ich gehe mit Frank für’s Frühstück einkaufen in die Stadt. Das erste Highlight für heute: Der Markt! Das frische Gemüse, das leckere Fladenbrot, diese unglaubliche Atmosphäre und die vielen Gerüche. Gefühlt hopse ich vor Freude mit meinen 110kg über den Markt. Wenn da nicht die Schwerkraft wäre… :-) Zurück auf dem Campingplatz frühstücken wir zusammen und entschließen heute einfach zum Café zu fahren.

Nach dem Frühstück baut Frank das Quad und die 450 KTM zusammen und macht eine kurze Testfahrt. Nach einer Weile kommt Frank zurück: „Sehr, sehr feiner Sand dieses Jahr. Baut an Euren Motorräder alles Unnötige ab!“ Ich schaue mein Motorrad an, schaue Frank an und denke mir: „Wir wollen doch nur zum Café!“ Blöde Selbstüberschätzung. Das sollte sich noch rächen.

Dann geht es in einer besonderen Art und Weise los. Eva und Ricci, bleiben am Campingplatz. Daraus resultiert, dass Christina das Quad von Eva fährt, Frank die 650 GS von Christina, Peter die 450 KTM von Frank und Johannes und ich unsere 1150er GS. Die Kolonne zieht los, Christina findet recht schnell Freude am Quad. Peter fährt mit einem breiten Grinsen über die Dünen. Frank ist überrascht über die Agilität und das Fahrwerk der 650 GS und wir mit unseren Kühen freuen uns einfach hier zu sein. Gefühlt kommen wir gut voran, einmal kurz Johannes wieder aufs Motorrad helfen und gut.
Nach ca. 20km auf für uns recht anspruchsvoller Piste, habe ich Spaß gefunden und gebe mehr Gas. Das geht auch sehr gut. Na dann, ab um Christina zu überholen, ich möchte ein Foto von Ihr haben. Es sieht einfach cool aus. Ich ziehe das Tempo an. Leider bekommt Christina von meinem Vorhaben nichts mit und gibt noch mehr Gas. Also fahre ich in Christinas Staubwolke und verliere die Orientierung.

Bum, ein Anker? Ich fliege! Aua. Und Christina? Fährt davon…

Schnappatmung! Ich ringe nach Luft. Doch anstatt Luft rieselt Sand in meinem Mund. Nicht schön… Johannes, Peter und Frank sind schnell da, um zu helfen. Frank und Peter setzen sich grinsend neben mich: „Wir haben gewettet, dass ihr überhaupt nicht soweit kommt.“ Da habe ich ja noch einmal Glück gehabt. Wir stellen meine Q wieder auf. Erster Überblick: Rechter Spiegel ab und die Frontverkleidung (Desierto) hat es zerrissen. Hätte ich nur auf Frank gehört und abgebaut. Blöd! Wir entschließen zurückzukehren. Ach, inzwischen hat Christina auch gemerkt, dass wir nicht mehr da sind und ist zurückgekommen.
Wir machen uns also auf den Weg zurück zum Campingplatz. Ich bin überrascht, wie schnell ich den Abflug vergessen habe und gebe wieder Gas. Schließlich habe ich ja noch nicht die passenden Fotos im Kasten. Am Campingplatz angekommen, müssen sich Peter und Ricci leider auf den Heimweg begeben. Wir verabschieden uns mit einem Gruppenbild und freuen uns auf unser nächstes Treffen. Dann geht es für mich ab in die Dusche. Oh, ein Spiegelabdruck auf meinem rechten Oberarm und schon so blau…. Und ein Abdruck vom Windschild im Brustbereich. Na ja, es sind ja keine Tattos und ist bald wieder weg.

Zum Abschluss des Tages gehen wir mit Frank und Eva zusammen essen.

Schreib einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


"