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Motorradurlaub-2014-Tunesien-Karthago-Heimreise-einspurig-unterwegs
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Das Ende unseres Motorradurlaub 2014, Tschüss Tunesien

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Es ist unser vorletzter Tag in Tunesien und wir starten von Matmata in Richtung Tunis. Bevor es mit unserem Motorrädern auf die Fähre geht, möchten wir noch El Djem besichtigen und die Überreste von Karthago.
In El Djem steht das drittgrößte Amphitheater und damit das größte römische Bauwerk auf afrikanischem Boden. Doch auf dem Weg dorthin fällt die Temperatur plötzlich auf 25°C und dann fängt es an zu regnen. Was heißt regnen, es schüttet wie aus Kübeln. Tja, da muss El Djem bis zu unserem nächsten Tunesienurlaub warten. Also 2015?
Die Fahrt geht weiter Richtung Nabeul. Wir möchten im Hotel Les Jasmins in Nabeul übernachten. Gegen 18.00 Uhr kommen wir dort an. Ein cooler Tipp von Peter. Tolle Apartment, gutes Essen, kaltes Bier. Es ist unsere letzte Nacht in Tunesien. Am nächsten Morgen sind Christina und ich recht früh wach. Wir laufen gemeinsam zum Strand. Der letzte Sonnenaufgang in Tunesien. Wir lassen die letzten drei Wochen Revue passieren. Es war eine wunderbare Reise und wir kommen bestimmt wieder.

Nach dem Frühstück packen wir drei unsere Motorräder und fahren los Richtung Tunis und besuchen Karthago. Noch einmal Museum und alte Steine. Beeindruckend!
Am Hafen von Karthago unterhalten wir uns über die punischen Kriege. Von hier aus wurde Rom Paroli geboten. 146 v. Christus war es soweit: „Ceterum censeo Carthaginem esse delendam“. Der Aufruf von Cato Censorius wurde umgesetzt: „Im übrigen bin ich der Meinung das Karthago zerstört werden muss.“

Wir saugen die Momente nur so auf. Doch es wird jetzt Zeit für uns zur Fähre zu fahren. Tunesische Bürokratie wirft ihre Schatten voraus.
Wir wissen nicht, ob es an den italienischen Harley Club lag, doch die Bürokratie für die Ausreise ist ein Einzelbericht wert.
Die 24 Stunden Überfahrt Tunis-Genua vergeht wie im Flug: Wir genießen das Meer, die Luft… Was waren das für unglaublich schöne Tage.
Das Auschecken geht in Italien im Verhältnis zu Tunesien sehr schnell. Wir sind wieder in Europa.

Firpo begrüßt uns wie Freunde und wir berichten von unserem Erlebten. Wenn jemand sein Gespann in Genua stehen lassen möchte, ist Alessandro Firpo ein toller Ansprechpartner. Wir können es nur empfehlen. Christinas und meine Maschine sind schnell auf dem Anhänger verladen. Giovanni hat noch Urlaub und fährt mit dem Motorrad über Umwege nach Hause. Noch ein Foto mit Firpo und wir fahren mit unserem Gespann Richtung Reutlingen. Tunesien 2014  – The End.

 

Ein paar Tipps zum Abschluss:

Info:

  • Auswärtiges Amt
  • Es gibt viele verschiedene Webseiten im Netz mit tollen Tipps zu Tunesien

Reisführer:

Landkarten:

GPS:

  • Garmin Zumo 660 und 220
  • OSM Tunesien (super Karte, auch das Routing funktioniert gut, nur leider sind die Ortsnamen manchmal völlig anders geschrieben, was das Finden der Orte über die Suche unmöglich macht.)

Versicherung:

Fähre:

Parkplatz Genua:

 

Wer zum ersten Mal in ein nordafrikanisches Land einreist, ist meistens erst einmal überfordert mit den (für uns) chaotischen Verhältnisse. Wo muss ich mich anstellen? Welche Unterlagen müssen ausgefüllt werden? In der Regel ist das Beste einfach Einheimische zu fragen. Sie sind sehr hilfsbereit.
Die Ausreise ist genauso chaotisch wie die Einreise. Auch hier heißt die Devise: Geduld und Ruhe bewahren, beharrlich sein und einfach fragen.

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