Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

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Enduro Day 2011, Motorrad Abenteuer

| 9 Kommentare

26.-28.08.2011

Freitagmorgen, Wolf und ich treffen uns vor der Tour zum Frühstück. Unser Ziel: Uelzen Uhlenköperring – die Enduro Day 2011 von dirt4fun und Motorrad Abenteuer. Wir fahren über Dortmund – Christina war geschäftlich dort – unendlich viele Baustellen und das Thermostat zeigt zwischenzeitlich 34°C, Hot, Hot, Hot……
Zuviel Zeit unterwegs verbraucht, Christina macht Feierabend und wir sind noch hundert Kilometer von Dortmund entfernt… telefonische Änderung des Treffpunktes. Wolf und ich auf die Bahn und Gas! Wir treffen Christina an der Raste Rhynern an der A2.
Vom Westen ziehen sehr dunkle Wolken auf. Es braut sich etwas zusammen, wie vom Wetterdienst angekündigt. Wir fahren Richtung Hannover und sehen im Rückspiegel nur schwarze Wolken und Blitze. Bis Hannover können wir dem Wetter davon fahren, dann holt es uns ein: Blitze, Hagel überall. Am Autohof Lauenau, Zwangspause mit Kaffee und Hackepeter Brötchen.
Es ist dunkel als wir endlich ankommen. Erster Eindruck vom Uhlenköperring: Ein Wohnwagen-Friedhof. Ein wenig unheimlich so im Dunkeln. Sind wir hier richtig? Ein wenig befremdet fahren wir weiter und dann kommen doch mehrere Zelte und Camper in Sicht. Erleichterung. Wir sind also doch richtig hier!
Es regnet gerade nicht, wir bauen Zelt und Tarp auf. Kaum sind wir fertig, da kommt auch schon Sturm Teil zwei. Also schnell ins Bett.
Nach einer blitzreichen Nacht, wagen wir am Samstagmorgen den Blick aus dem Zelt: tiefe Wolken und Regen! Aber erst mal gibt es ein sehr gutes Frühstück vom Veranstalter. Christina & ich entschließen uns, bei diesem Wetter und diesem tiefen Boden am Basis-Training teilzunehmen und am Nachmittag an einer der geführten Touren.
Guido leitet das Basis-Training. Anmelden und nur noch schnell unsere Motorräder holen. Doch: Zu viel Licht beim Zelt aufbauen, Batterien zu schwach um zu starten. Schnell wird uns geholfen und die Motorräder überbrückt. Cool!
Wolf fährt los zur Ausfahrt: tiefer Boden, Spurrillen, Sand, rutschig … doch recht anspruchsvoll, wie es sich schnell herausstellt.

Wir fahren zu unserer Gruppe. Schlamm, Schlamm, Schlamm… Das ist unser Übungsplatz? Ja! Oh je: Das wird hart! Zehn Dickschiffe und Guido von dirt4fun macht uns mit seinem 100 kg Motorrad etwas vor. Rutschiger Schlamm, Gas geben, bremsen, kleine Kurven, Slalom und Bremsen blockieren.
In der Zwischenzeit ist Wolf zurück von seiner Tour, mit seiner F800 GS abgegangen, mit Prellung aber diesmal mit heilem Motorrad. Alles noch einmal gut gegangen. Unser Glück im Unglück: So gibt es Fotos von der Schlammschlacht am Uhlenköperring. Danke Wolf :-)
Nach 2 ½ Std. im Schlamm – wir sind alle ordentlich dreckig, aber glücklich – ist Mittagspause und das Basistraining beendet. Unsere Motorräder und Motorradklamotten sind so voller Schlamm, dass Christina und ich uns entscheiden uns erstmal mit den Hochdruckreiniger abzustrahlen. Dann geht’s zum Mittagessen. Schlammgespräche und Pommes: Einfach und gut, in den ersten Minuten über das Erlebte zu sprechen.

Am Nachmittag stehen zwei geführte Touren an. Christina und ich haben uns bei Chris eingetragen. Wir freuen uns auf die Tour durch die Lüneburger Heide. Die Ansprache: „ Wir fahren gemäßigt durch das Naturschutzgebiet. Das Motto: Genießen statt Jagen…..
Unsere Gruppe besteht aus 12 FahrerInnen, 3Dickschiffe (unsere F650GS, R1150GS und noch eine Afrikan Twin) ansonsten leichtere Enduros. Ob das die richtige Gruppenzusammenstellung ist? Ich hätte mir mehr Dickschiffe in der Gruppe gewünscht. Ich hab’s Chris mal vorgeschlagen: Für die nächsten Enduro Days. Wir fahren los……………. über Felder, Wald, Wiese und Feldwege mit tiefen Spurrillen. Mein Tacho überschreitet die 60km/h, für die Verhältnisse recht zügig und das Tempo wird weiter angezogen. Schock: sehe wie Christina abschmiert, die Spurrillen zeigen klare Grenzen auf.
Schnell helfen wir Christina, nichts passiert, nur der Fußbremshebel verbogen. Ich versuche so gut es geht den Fußbremshebel wieder zu richten. Christina setzt sich auf ihr Motorrad, Bremshebel passt und weiter, was für eine taffe Frau………
Weiter geht’s auf langen Sandwegen. Einfach geil, wie das Motorrad sich durch den Sand schlingert. Das macht Spaß!
Nach gut fünfzig Km durch die Natur, ist bei Christina die Kraft zu Ende. Der Schlamm vom Morgen und das angespannte Fahren zollt seinen Tribut. Cool, war es trotzdem und wir fahren zurück zu unserem Basislager. Erst einmal duschen.
Guido kommt auf uns zu. Der GPS Vortrag wurde kurzfristig in ein Hotel verlegt. Nach dem Duschen wieder in die dreckigen Motorradklamotten? Kein Shuttledienst?! Wir sind uns nicht einig mit der Organisation, also kein GPS Vortrag. Schade, dass die Organisatoren dort keine Rücksicht auf die Motorradfahrer mit Zelt genommen haben.
Wir setzten uns an die Gemeinschaftsbar des Uhlenköperringes: Christina, Wolf, Andreas, Stefan und ich. Lustige Runde, die mit Becks und Kümmerling abgerundet wird. Jeder erzählt von seinen Touren und dem Erlebten, schön! Andreas ist gerade drei Monate alleine durch Südamerika gefahren und hat sich einen großen Traum erfüllt. Ich möchte Fotos sehen und höre gespannt zu. Einfach lässig, nicht zu reden, sondern machen, auch alleine! Bin beeindruckt.
Später kommen noch Mario und sein Kumpel hinzu. Sieben Motorradfahrer, die mehr oder weniger viel Fun über den Tag hatten, die Enduro Days 2011.
Sonntagmorgen: es wird kein Frühstück angeboten. Schade! Verbesserungspotential für die nächste Veranstaltung? Das Gute daran: wir sieben treffen uns zum Frühstück wieder. Jeder bringt etwas mit und das Ergebnis ist ein üppiges gemeinsames Frühstück vorm Zelt. Ein toller Abschluss! Nun noch Zelt einpacken und die rund 700km Heimreise antreten.

9 Kommentare

  1. Very nice, i suggest webmaster can set up a forum, so that we can talk and communicate.

  2. Habe noch Sand und Matsch in den Schuhen aus „Uhlenkörpering“…… Plane Zelt Klamotten usw. noch nicht befreit und es geht gleich weiter. War ne geile Zeit und trotz Ausritt im Dauerregen will ichs nicht missen. Die Rippen haben sich soweit erholt und die Prellung ist so gut wie weg. Sind jetzt gleich mehrspurig unterwegs um dann einspurig in Sisteron die Gegend zu genießen. Erste Woche erkunden und suchen, dann kommt der Rest für eine Woche Pässecamp. So um die 40 Biker….einfach geil!
    Oben bleiben!!!

  3. Moin, ihr Ritter des Schlamms

    Wenn man es auf den Bildern nicht sehen würde, wäre es doch unglaublich, oder? Dieser Matsch …..

    Schön das Ihr heil nach Haus gekommen seid und die Rippen von Wolf wieder mitspielen. Hannes hatte letztes Jahr nicht so viel Glück.
    Da wir hier haben andere Ziele in der Nähe haben, kann ich noch kurz berichten das wir uns morgen für eine Woche ins „Sibirien Polens“ verdrücken. Ich bin schon sehr gespannt.
    Kommt heil wieder an Deck.
    Viele Grüße aus McPomm.
    Mario

  4. Moin, sind gestern wieder gelandet. Waren ca. 3000 km bei super Wetter (Bis auf die Heimreise). Das Zielgebiet war der Südosten Grenzregion Slowakai – Ukraine – Polen. War sehr spannend. Polen selber verändert sich rasend schnell. Sehr viel Baustellen und neue Straßen. Außerdem hat man das Gefühl, dass jeder mindestens 3 Autos gleichzeitig bewegt.

    Grüße an alle
    Mario

    PS. Könnte ich von Wolf noch die anderen Bilder vom Schlamm bekommen !?

  5. Much appreciated for the information and share!

  6. Hallo Zusammen!

    Habe gerade die Seite entdeckt! Ich bin Stefan mit der Katti, und war auch mit im Schlamm mit Euch!
    Der Abend nach der „Schlammschlacht“ war echt super, tolle Geschichten und trotz der Kälte super Stimmung!
    Hat denn einer von Euch noch ein paar mehr Bilder gemacht? Würde mich über eine Nachricht sehr freuen.

    Stefan

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