Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Motorrad

Edelweissspitze

Von den Dolomiten bis nach Helgoland

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10.-11.09.2011 Glockner
Bei schönstem Wetter fahren wir los. Mit vier GS in Richtung Österreich.
Auch bei der Auffahrt zum Glockner und dem Aufstieg zur Edelweißspitze auf 2571m haben wir bestes Wetter! Solches hatten wir schon lange nicht mehr zusammen. Über zwei Stunden verbringen wir oben auf der Edelweißspitze und schießen Fotos. Dann wird es Zeit… Wir fahren weiter Richtung Lienz und campieren auf dem Dolomiten Camping Amlacherhof, ein super Campingplatz.
Am nächsten morgen bauen wir bei super Sonnenschein unser Lager wieder ab und fahren über den Staller Sattel, die alte Brennerstraße und den Fernpass wieder Richtung Heimat. Samstag und Sonntag sind einfach zu kurz…..

12.09.2011 Abfahrt Nörvenich
Montagmorgen, es ist 10:30h und ich mache mich auf den Weg nach Nörvenich. Torsten und ich wir haben Urlaub und für mich gibt es geführte Touren durch die Eifel.
Gegen 14:30h komme ich an unserem Treffpunkt am Firmensitz Wunderlich in Sinzig an. Ich war noch nie dort, Torsten ist noch nicht da, also ist das die Gelegenheit für mich, mich hier umzuschauen.
Ein cooler Verkäufer und auch noch 1150 GS Fahrer, hier findet man alles zum Thema BMW Technik.
Torsten ist jetzt auch da, über die Eifel führt er mich nach Nörvenich. Wir machen einen
Abstecher zum Landgashof Steinerberghaus, 531m ü. NN, tolle Strecke, tolle Aussicht aber heute ist Ruhetag und es steht das 100 Jährige bestehen des Steinerberghaus an.
Martina begrüßt uns herzlich, was für ein schöner Empfang und eine tolle Begrüßungstafel für Freunde.

13.09.2011 Tag durch die Ardennen
Beim Frühstück entscheiden wir uns in die Ardennen zu fahren. Ich war noch nie dort und so ist Torsten abermals mein Tourguide. Ich folge ihm und will am liebsten überall anhalten und Fotos knipsen…………… Wir halten am Grenzübergang Losheim­­­­­­­­­­. Kaffee ist hier in Belgien ein wenig günstiger und am Grenzsupermarkt in rauen Mengen vorhanden. Wir kaufen doch lieber Schokolade. Als wir wieder vor dem Supermarkt stehen fällt unser Blick auf das Europaschild: Belgien. Gibt es hier Konflikte zwischen Flamen und Valonen? Das Belgienschild sieht jedenfalls danach aus.
Wir fahren weiter über kleine geschlungene Straßen, es geht durch schöne Dörfer und Städte. In einem kleinen Wald machen wir eine Pause, essen unsere Brötchen und kochen Kaffee.
Torsten führt uns nach La Roche. Die Sonne kommt raus und es ist richtig warm. wir schlendern durch diese wunderschöne Stadt und setzen uns anschließend am Marktplatz in ein Café. Belgien, die Ardennen und La Roche zeigen sich von der schönsten Seite.

Später kommen wir an einem Panzer aus dem zweiten Weltkrieg vorbei und sind froh in einem vereinten Europa zu leben. Soli Beitrag für Europa, um eine gemeinsame Finanzpolitik hinzubekommen?
Wir fahren weiter über schöne Feldwege und beschließen einen Bach zu durchqueren.  (Vorweg: Davon gibt es leider keine Fotos.) Meine Motorradstiefel sind wasserdicht, also gehe ich zunächst zu Fuß durch den Bach, um  den Weg zu erkunden. „Hier ist o.k.“, rufe ich Torsten zu und er fährt durch. Beim Zurückgehen zu meinem Motorrad plötzlich Wassereinbruch in meine Stiefel. Ich stehe bis oberhalb der Knie im Wasser. Da können drei Meter durch das Wassergehen recht lang werden………..und bei Torstens Kamera ist der Akku leer.
Fazit: Es gibt in den Ardennen alles was das Endurowanderherz begehrt: Feldwege, Steinpisten, Wasser . Nur wenig Fotos…….
Nach ca. 350 km sind wir wieder in Nörvenich, ein wenig müde aber glücklich. Beim Hereinkommen in die Wohnung duftet es nach Essen. Martina gibt in der Küche alles. Lecker! Beim gemeinsamen Abendbrot berichten wir über unseren erlebnisreichen Tag.

14.09.2011 Eifel Tour
Nach einem ausgiebigen Frühstück, schlendern wir zur Garage zu unseren Motorrädern. Torsten öffnet das Garagentor und da stehen sie und warten auf Bewegung, unsere beiden GS.
Eine Tour über kleine Landstraßen in der Eifel. Wir starten bei strahlendem Sonnenschein. Torsten fährt voraus und ich hinterher.
Besser geht es gar nicht: Einfach fahren und genießen, selber nicht auf die Route achten zu müssen, sondern einfach nur hinterherfahren und schauen. Das macht auch Spaß! Für Torsten heißt das, dass ich ab und zu mal weg bin um Fotos zu schießen. Torsten nimmt es zum Glück gelassen hin.
Wir fahren weiter durch einen Wald. Ich halte gerade Ausschau nach dem nächsten Fotomotiv, da plötzlich springt vor Torsten ein Hirsch mit einem Satz über die Straße und mit zwei weiteren Sätzen den Hang hoch! Schock! Doch zum Glück: Nichts passiert. So schnell wie er gekommen ist, so schnell ist der Hirsch auch wieder weg. Torsten und ich sind uns schnell einig, solch ein großes Tier mit solch einem Geweih haben wir beide noch nie gesehen, außer in Büchern oder Tierfilmen.
An einem schönen Aussichtspunkt halten wir an erholen uns von dem Schock, vespern und genießen das warme Wetter und den blauen Himmel……

An der Bertradaburg (http://www.bertradaburg.de) in Mürlenbach in der Vulkaneifel halten noch einmal an. Torsten berichtet, dass hier die  Großmutter (725-783) von Carl dem Großen (747-814) lebte. Außerdem könnte es der Geburtsort von Carl dem Großen sein und Ort der Krönung zum deutschen Kaiser und damit der geschichtliche Aufstieg Aachens… aber genug davon dafür gibt es Fachläute und Wikipedia.

Nun aber genug gebummelt und geschaut auf dieser Tour. Um 19 Uhr sind wir im Em Verzellchen mit Hermann und Annemarie verabredet. Also schnell zurück nach Nörvenich.
Martina wartet schon auf uns. Raus aus den Motorradklamotten, schnell frisch machen und nix wie los zum Em Vazellche in Kerpen Buir.
Hermann ist gerade zurück aus dem Motorradurlaub in der Schweiz. Und so haben wir fünf viel zu erzählen bei sehr leckeren Essen und freuen uns auf unsere gemeinsame Tour nächstes Jahr.

15.09.2011 auf nach Köln
nach ca.2500km in den letzten fünf Tagen ist heute ein Motorradfreier Tag angesagt.
Schlafen, Ausruhen und am Nachmittag mit der S-Bahn nach Köln. Wir schlendern durch die Rhein Metropole, und machen natürlich einen Abstecher zu Globetrotter. Auf 6000m2 gibt es hier alles was das Outdoorherz begehrt.
Als wir wieder rauskommen stolpern wir direkt vor dem Globetrotter über ein Schild: Schwäbische Küche. Wir kehren ein. Es gibt Kässpätzle  und Maultaschen, keine Kölner Küche….. En halve Hahn?!

16.09.2011 Von Nörvenich nach Wallenhorst
Heute verlasse ich Nörvenich und fahre weiter Richtung Norden. Mein Ziel ist Wallenhorst bei Osnabrück und meine Route soll über die Niederlande führen. Ich schalte mein Navi ein, gebe meine Route ein und fahre los.
Schnell bin ich in den Niederlanden und habe gar kein Schild gesehen. Europa . Es liegt ein Duft von Poffertjes in der Luft, lecker. Ich fahre in Richtung Nijmegen, über kleine Straßen und schier unendliche Weiten und nehme die erste kleine Fähre über die Maas. Typisch niederländisch sind viele Fahrradfahrer mit mir auf der Fähre.
Die Zeit vergeht wie im Flug, doch auf eine größere Landstraße ausweichen? Nein, das möchte ich nicht. Und dann entdecke ich America. Es geht auf 14h zu und ich entscheide mich für Mittag in America mit: Patat Special und Fricadel Special?! Ein Muss und das in America! Auf gebrochenem Niederländisch bestelle ich mein Essen, aber bezahlt wird dann doch „in English“….. bei angenehmen 22°C sitze ich draußen und genieße dazu noch die Sonne.
Anschließend führt mich meine Route durch den Ort Oploo, dort steht, wie ich finde, eine der schönsten Mühlen. Das ist natürlich immer Geschmackssache.
Ich halte an und mache Fotos. Der Höhenmesser vom Navi zeigt -1m an, da bekommt Erderwärmung eine ganz andere Bedeutung…….
Bei Cuijek nehme ich noch einmal die Fähre über die Maas, (pro Fahrt 1€). Ich fahre weiter in Richtung Enschede und Gronau und bin schließlich wieder in Deutschland. Es war ein schöner Ausflug in die Niederlande. Auf zu den letzten Kilometern in Richtung Tecklenburg. Auf schönen Landstraßen mit vielen Kurven nähere ich mich meinem Ziel Wallenhorst: Zuhause bei bei meiner Schwester.

17.-19.09.2011 Wallenhorst- Sulinger Land
Drei Tage pendel ich zwischen Wallenhorst und Sulingen, auf der Suche nach der coolsten Strecke:
Querfeldein, über Feldwege, kleine Straßen und auch nach dem schnellsten Weg:
Durch das Moor, die Kuppendorferheide, über die Aue, vorbei an der Varusschlacht und über den Mittellandkanal…..

20.-22.09.2011 Nordsee ruft
Um 16h treffe ich mich mit meinem kleinen Bruder. Wir wollen ein Ausflug an die Nordsee machen und brechen auf in Richtung Cuxhaven. Die Motorradklamotten für ihn haben wir von Sven ausgeliehen, super, danke.
Wir fahren von Sulingen über Syke, Richtung Cuxhaven. Mein Bruder möchte schneller fahren, also nehmen wir die Autobahn. Ich finde es sehr langweilig, aber wir kommen schnell voran. Das gibt uns Zeit um zwischendurch ein Kaffee zu kochen und uns ein wenig zu unterhalten. Ein tolles Gefühl wenn der kleine Bruder Lust hat mit seinem großen Bruder unterwegs zu sei.
In Cuxhaven angekommen, fahren wir erst mal zur „Alten Liebe“ am Elbfahrwasser. Es ist immer wieder schön hier zu sein. Wir setzen uns einen Moment und genießen die Luft und die Aussichten. Ich mache ein paar Foto´s und wir suchen uns eine Schlafgelegenheit.
Villa Voigtland soll es werden, nach dem Einchecken und umziehen, gehen wir noch einmal am Deich spazieren und kehren im Restaurant Seeglermesse ein. Scholle mit Seeblick, cool und lecker…… Als wir die Seemesse verlassen ist es spät geworden und wir schlendern zurück zu unserem Zimmer vorbei am Kai nach Helgoland. An der MS Atlantis entscheiden wir uns kurzfristig  für den nächsten Tag einen Ausflug nach Helgoland zu machen.

21.09.2011 Helgoland
Ausgeschlafen und nach einem sehr guten Frühstück, gehen wir Richtung MS Atlantis. Wir kaufen Tickets und gehen auf das Schiff.
2 ½ Std. dauert die Seefahrt. Wir genießen es wie das Schiff mit den Wellen mit rollt. Für viele Fahrgäste ist der Seegang zu viel. Sie halten bereits die Spucktüte in der Hand.
Das Ein- Ausbooten vor Helgoland ist immer wieder ein kleines Abenteuer, vor allem bei leichtem Seegang wie heute.
Angekommen auf der Nordseeinsel Helgoland, machen wir uns auf den Weg zur „Lange Anna“.

Das Wetter könnte besser sein: Regen und starker Wind, aber wir genießen die „steife Brise“.
Wir machen einen Rundgang über die Insel. Natürlich Helgoland auch ein Mekka für Schnäppchenjäger, Zigaretten, Schnaps, Zollfrei und keine Mehrwertsteuer. Am Ende unseres Rundgangs sitzen wir am Hafen unter dem Denkmal von Hoffmann von Fallersleben und naschen Quality Street.
Ein Highlight erwartet uns beim Einbooten: die alte Alexander von Humbolt liegt im Hafen von Helgoland und die neue Alexander von Humbolt II wird vor Helgoland getestet… Seemannsromantik.
In Cuxhaven wieder angekommen, es regnet immer noch, entschließen wir uns kurzerhand doch noch eine Nacht  hier zu bleiben und fahren Morgen weiter…..

22.09.11 Bremerhaven, Cuxhaven, Neuharlingersiel
Gestärkt vom guten Frühstück und bei schönsten Sonnenschein machen wir uns auf nach Bremerhaven, vorbei am Fliegerhorst Nordholz im Eingangsbereich des Fliegerhorsts steht der Langstrecken-Seeaufklärer der  Breguet Atlantic. Dort müssen wir natürlich anhalten um Fotos zu machen.
Wir fahren weiter. Im nächsten Kreisverkehr rutschen wir: Nässe und ein wenig Gülle. Das ist wie Eis und Schmiere. Nichts passiert. Wir fahren weiter.
Nächstes Ziel: Bremerhaven. Ich erkenne die Stadt am Schifffahrt Museum fast nicht wieder. Atlantic Hotel, Schiffsaufbau, ein Stück Dubai in Bremerhaven. Ist das nicht ein wenig zu dick aufgetragen?  Zumindest ist es sehr futuristisch und macht eine gute Figur, hoffentlich haben sich die Planer da nicht übernommen.
Wir besichtigen die Seefalke, genehmigen uns anschließend noch eine Currywurst mit Pommes und fahren weiter. Wir nehmen die Fähre nach Nordenham. Ein schöner Abschied von Bremerhaven. Von Nordenham fahren wir weiter Richtung Wilhelmshaven. Am Ölhafen kochen wir uns einen Kaffee und genießen diese Aussicht: Sonne, große Schiffe, Segler…..
So viel Sonne, so ein tolles Wetter, die Zeit sollte stehen bleiben. Hilft nichts wir müssen weiter. Unser Ziel bevor wir zurück nach Sulingen fahren:  Neuharlingersiel.

Ein Touristentraum, vor allem bei solch einem Wetter. Wir flanieren durch Neuharlingersiel: Fischerboote, Fischer die ihre Netze richten, eine Frau die mit ihrem Schifferklavier die passende Musik spielt. Es scheint die Zeit still zu stehen. Noch ein Fischbrötchen dann müssen wir leider weiter. Über Jever, Oldenburg, Wildeshausen und Twistringen kommen wir glücklich und zufrieden in Sulingen an.
Ich verabschiede mich von meinem kleinen Bruder und fahre weiter nach Wallenhorst, Tina wartet schon mit einem leckeren Essen. Was für ein gelungener Abschluß!

23.09.11
Nachdem ich jetzt zehn Tage ohne meine Frau unterwegs war, kann ich es kaum abwarten, dass sie heute hier anreist. Wann macht sie Feierabend, wann kommt sie los……… Es sollte spät werden bis sie in Wallenhorst ankommt. 21h endlich ist Christina da!

24.09.11 Richtung Sulingen
Gemeinsam machen wir uns auf den Weg nach Sulingen, da ich die ganze Zeit immer anders nach Sulingen gefahren bin, entschließen wir uns heute nach Navi zu fahren, schlechte Entscheidung………
Nach einem schönen Nachmittag in Sulingen fahren wir zurück nach Wallenhorst, über kleine Straßen und machen noch einmal Fotos vom Mittellandkanal.

25.09.11 Richtung Heimat
Wir planen unsere Route über die Niederlande, 200km Umweg aber etwas Emotionales.
Erster kurzer Zwischenhalt Tecklenburg: der Parkplatz-Treff Münsterlandblick  ist immer noch Treffpunkt für Biker. Als wir noch in Osnabrück gelebt haben, waren wir öfters hier. Heute ist es ziemlich diesig, also werden es keine schönen Erinnerungsfotos. Wir machen trotzdem welche, hier wo alles begann… gemeinsame Touren, das Unterwegssein mit dem Motorrad. Wir fahren weiter über Rheine, wo wir den Dom fotografieren, Enschede, Vreden, Aalten, Uedem und machen schließlich in Tienray Pause um Patat und Fricadel Special  zu essen. Wir lieben es.
Weiter geht es Richtung Arcen und noch einmal, diesmal gemeinsam, nehmen wir die Fähre über die Maas. Ist das schön, das mit Christina zusammen zu erleben. Die Gegend ist kein Kurven-Paradies, aber einfach schön. Und dann ist es auch schon 17 Uhr und wir sind noch 460km von zu Hause entfernt. Wir fahren weiter Richtung Venlo und dann nehmen wir die Autobahn mit dem Ziel Wannweil. Zu Ende ist die Tour von den Dolomiten bis nach Helgoland.

12 Kommentare

  1. Bemerkenswerter Post. Würde gern mehr Artikel zu der Thematik lesen. Freu mich auf die naechsten Posts.

  2. Hast du noch naehere Informationen dazu ?

  3. Hallo Christian
    Schöne Seite, gut gemacht. Allerdngs müssen wir unbedingt einen >>kölsch Platt<<
    Kurs in der Villa im nächsten Jahr abhalten.
    So isset rischtisch <> (lach)
    Herzliche Grüße an euch……

    Hermann

  4. Ich konnte auf jeden Fall den die URL zum Rss Feed gefunden, ist die Seite aber auch bei Facebook zu finden? Ich wuerde gerne ueber Facebook auf dem neusten Stand bleiben.

  5. Arrived at your web blog through Bing. You already know I am signing up to your rss.

  6. Hi,
    ich war selbst schon oft in Belgien in den Ardennen mit dem Bike unterwegs – schöne Strecken, viele Cafes und Restaurantes. Wirklich zu empfehlen für Motorradfahrer, die im Bereich der Grenze leben. La Roche in den Ardennen ist mir auch bekannt – schönes foto :)

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