Einspurig unterwegs…

Fernweh, Abseits der Piste, Snowboard, Motorrad

Die Medina von Marrakech - Marokko

13. Mai 2012
von christian
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Motorradurlaub Marokko 2012 – Marrakech

Sonntag 8.April

Ausgeschlafen wachen wir in unserem schönen Zimmer im Riad auf. Frisch und munter gehen wir zum Frühstück auf die Dachterasse. Sonnenschein und 28°C was für ein tolles Oster-Wetter. Wir genießen ein sehr gutes Frühstück und amüsieren uns über eine Schildkröte Namens „Harry Potter“, die als so eine Art Frühsport ständig über unsere Füße klettert. Es scheint ein toller Tag zu werden…….

Wir machen uns auf, die Altstatdt von Marrakesch zu erkunden. Dort wo sich einst die Routen aus Timbuktu sich trafen und Abu Bakr ibn Umar am 7. Mai 1070 Marrakesch gegründet hat.

Als erstes schauen uns das bunte Treiben auf dem zentralen Platz Jemaa El Fna an: jede Menge Souvenirstände, Schlangenbeschwörer, Orangensaftverkäufer, Marokkaner in bunten Kaftanen häufig mit Affen, die sich gegen Geld von Touris wie uns fotografieren lassen, Frauen, die den Touristen Henna Tattoos malen und alle bieten lautstark ihre „Ware“ feil. Zum Glück haben wir in den letzten Wochen bereits gelernt mit den Verkäufern umzugehen. Freundlich aber bestimmt sagen wir: „Non, Merci.“ Aber Marrakech kann doch noch eins draufsetzen und Christina hat ein Henna Tattoo auf Ihre Hand geschmiert. Man lernt nie aus. :-)

Wir sind froh Marrakech ans Ende unseres Urlaubes verlegt zu haben. Die nächsten Stunden lassen wir uns durch die Medina von Marrakech treiben und genießen die Atmosphäre: die Gewürze und Kräuter, die Farben, den Trubel. Einfach herrlich. Wir machen Pause in einem kleinen Cafe mit Brochette und Tee. Anschließend lassen wir uns weiter durch die Medina treiben. Immer wieder will man mir immer wieder „New Shoes“ verkaufen. Dabei sind meine Crocs superbequem. Ich kaufe mir schließlich nach zähen Verhandlungen ein T-Shirt von Marokko. Ein nettes Souvenir. Nach gut acht Stunden kehren wir zu unserem Boutique Riad Dar Najat zurück und genießen den ersten richtig warmen lauen Sommerabend 2012 bei einem leckeren drei Gänge Menü auf der Dachterasse des Riad.

Hoher Atlas - Marokko

5. Mai 2012
von christian
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Motorradurlaub Marokko 2012 – Über den Hohen Atlas nach Marrakech

Samstag 7.April

Heute geht es nach Marrakech auf die Shopping Mall Marokkos. Wir sind gespannt was uns erwartet. Nach dem Frühstück packen wir Motorräder und fahren erstmal von Boumalne du Dades nach Skoura und biegen dann von der Hauptstraße ab Richtung Demnate. Wir wollen nicht die viel befahrene Hauptstraße über den Atlas nehmen. Auf der Karte ist zwischen Skoura und Demnate keine Tankstelle eingezeichnet, also tanken wir vorher voll. Kaum sind wir von der Hauptstraße abgebogen windet sich die Straße auch schon in Kurven in die Höhen des Atlas und es bietet sich uns auf ca. 1000m Höhe bereits eine beeindruckende Kulisse. Der Hohe Atlas ist die natürliche Grenze zur Sahara. Auf der anderen Seite des Gebirges ist die Landschaft deutlich grüner und fruchtbarer. Wir halten an einem schönen Aussichtspunkt an und schauen zurück auf die schroffe Landschaft, die uns die letzten 10 Tage begleitet hat.

Es geht weiter Kilometer für Kilometer in den Atlas hinein. Die Straße wird immer schmaler und ist schließlich keine mehr. Linker Hand gibt es keine Befestigung sondern direkt Abgrund. Wir bewegen uns fast bis nach Demnate zwischen 1800 m und 2200 m Höhe. Die Landschaft ist atemberaubend. Das schroffe Gestein ändert nach jeder Kurve wieder seine Farbe. Die Menschen in dieser Region leben in bescheidenen Verhältnissen. Jedes grüne Tal wird zur Landwirtschaft genutzt. Das hier könnte ein Mekka für Adventure-Freunde  sein: Kletterer, Wanderer, Moutainbiker, Motorradfahrer… Alle kämen hier auf ihre Kosten. Doch über hundert Kilometer begegnen wir keinem einzigen Touristen.

In Demnate angekommen ist die Landschaft wieder grün und im Dorf selbst ist Trubel wie überall. Von der grünen Landschaft in Marokko, vor allem rund um Marrakech, haben wir im Vorfeld schon in diversen Reiseführern gelesen. Trotzdem sind wir überrascht und förmlich geblendet von den Farben und der Frische. Wieder zeigt sich Marokko von einer ganz anderen Seite.

In Qued-Lalijar biegen wir auf die Nationalstraße N8 Richtung Marrakech ein. Hier herrscht viel Verkehr. Doch zunächst lockt der Duft von Brochette zu einem Stop. Auch wenn der Stop relativ kurz war, hat er doch dazu geführt, dass es wieder einmal dunkel ist, als wir in Marrakech ankommen. Zur Begrüßung führt uns unser Navi erstmal direkt über einen Souk. Eselskarren, Mofas, Fußgänger, Kleinlaster alle versuchen gleichzeitig den Markt zu überqueren. Und wir mittendrin. Kaum haben wir den Souk hinter uns gelassen, sind wir auch schon in der Medina. Die Richtung stimmt, schließlich soll unser auserwähltes Hotel hier sein. Auf dem Platz am Dar Moulay Driss bleiben wir kurz stehen um uns zu orientieren. Doch dazu bleibt keine Zeit. Wir sind bereits von jungen, hilfsbereiten Menschen umzingelt. Es fällt mir schwer, aber wir lassen uns auf die Hilfe ein. Zunächst werden wir auf einen bewachten Parkplatz gelotst. Das ist schonmal gut. Dann wollen uns die beiden Jungs, die uns zu dem Parkplatz gebracht haben auch noch ein Riad organisieren. Wir werden quer durch die schmalen Gassen der Medina geführt und man zeigt uns verschiedene Riads. Doch die Ersten gefallen uns überhaupt nicht und ich bin kurz davor rauszufahren aus Marrakech und auf einen Campingplatz auszuweichen. Nach der Ruhe und Stille der letzten zehn Tage ist Marrakech eine vollkommene Reizüberflutung. Doch die Jungs wollen noch eine Chance und zeigen uns „Boutique Riad Dar Najat“. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, einfach nur schön und das für 70€. Ein Traum! Hier bleiben wir. In nur zwei Minuten ist man zu Fuß mitten im Gewühl und trotzdem ist es hier völlig ruhig. Raus aus den Motorradklamotten, duschen, noch etwas essen und dann ins Bett fallen. Das ist unser Plan. Nur das Restaurant im Riad hat für heute nichts mehr zu essen. Oh je! Aber kein Problem, einer der Bediensteten bestellt uns kurzerhand eine Pizza und lässt sie ins Restaurant liefern. Was für ein Service. Dazu bekommen wir auch noch ein Glas Rotwein serviert. Danach fallen wir dann wirklich k.o. ins Bett.

Die Dades-Schlucht im Hohen Atlas in Marokko

25. April 2012
von christian
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Motorradurlaub Marokko 2012 – Dades Schlucht, Hoher Atlas

Donnerstag, 5.April
Heute fahren wir weiter Richtung Boumalne du Dades. Wir wollen Strecke machen, also fahren wir Straße.
Die Strecke ist nicht sonderlich spektakulär. Gegen Mittag machen wir Pause in Tazenakhte. Der Geruch nach frisch Gegrilltem lässt uns quasi keine Wahl. Im „Hotel Cafe Restaurant Zenega“ setzen wir uns auf die Veranda und schauen bei leckerem Brochette dem Gewusel auf der Straße zu. Es ist Souk in Tazenakht und wir haben Logenplätze. Gestärkt geht es weiter Richtung Boumalne du Dades. Dort wollen wir endlich mal wieder unser Zelt aufschlagen. Wir finden den Campingplatz etwas außerhalb von Boumalne du Dades und sind wenig begeistert. Der Platz ist eher was für Wohnmobile, aber zum zelten nicht wirklich geeignet und die Aussicht schon wieder zwischen lauter Wohnmobilen zu stehen schreckt uns eher ab. Also doch Hotel! So landen wir im „Hotel Al Manader“. Das Hotel liegt etwas oberhalb des Ortes und die Zimmer bieten eine wirklich schöne Aussicht ins Tal. Nach einigem Verhandeln einigen wir uns mit dem Hotelbesitzer auf einen guten Preis und erhalten noch eine besondere Garage für unsere Motorräder. Hier lässt es sich aushalten, um die Schluchten zu erkunden.

Freitag 6. April

Nach dem Frühstück brechen wir auf zur Dades Schlucht. Die Region lebt unverkennbar so ziemlich ausschließlich vom Tourismus. Überall sind Souvenirstände am Straßenrand aufgebaut. So haben wir Marokko bisher nicht kennengelernt. Auf dem Weg zur Dades Schlucht kommen wir an diversen Hotels vorbei. Auf einem der zugehörigen Parkplätze entdecken wir ein bekanntes Auto. Das kann nicht sein, sagen wir uns. Wir drehen aber trotzdem um, um uns zu vergewissern. Es sind tatsächlich Toni und Kati von der Fähre, die hier in der Dades Schlucht Kajak fahren wollen. Die beiden sind genauso überrascht wie wir. So viel Zufall gibt es doch beinah nicht. Wir tauschen unsere bisherigen Erfahrungen in Marokko aus und sind uns einig: Es ist einfach ein faszinierendes Land. Toni und Kati fahren mit derselben Fähre zurück nach Italien wie wir. Wir vertagen unseren Erfahrungsaustausch auf die Fähre, machen noch ein paar Fotos und verabschieden uns in Richtung Verbindung zur Todhraschlucht. Aber irgend wie läuft der Motor heute bei uns nicht rund. Vor allem Christina merkt die körperlichen Anstrengungen der letzten Fahrt durch die “Desert”. Wir finden den Einstieg zur Piste und schauen sie uns an. Etwa 2km vor dem Einstieg, habe ich ein Cafe gesehen: „Wollen wir dort einkehren?“ Also beschließen wir heute ein “Slowly-Tag” einzulegen und kehren im „Cafe Restaurant Tezguard“ ein. Lahcen Alhyane, der Besitzer vom Cafe freut sich über ausländische Gäste und bereitet gleich Tee und Knabberzeug und eine Tajine vor. Wir verbringen eine lange Zeit hier und schauen dem Treiben auf der Straße zu. Schafe werden in Schubkarren transportiert und es fahren auch einige Motorräder vorbei. Fasziniert sind wir aber vor allem von den überfüllten Taxis. Das sind meistens Peugeot 504 Kombis aus den siebzigern und es passen ca. 15 Personen in ein solches Auto. “Boîte de sardines”, bermerkt Lahcen als er uns die Tajine bringt und zeigt auf das Taxi.  :-)
Bevor wir uns auf den Rückweg zum Hotel antreten, machen wir noch ein Foto von Lahcen’s Sohn auf meinem Motorrad. Er ist ganz stolz einmal darauf sitzen zu dürfen.

Den Abend verbringen wir im Hotel bei leckerem Essen, einem sehr guten Tee und nebenbei planen wir unsere Route nach Marakech.